Reisebericht: Sossusvlei, Swakopmund, Arandis

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Reisebericht: Sossusvlei, Swakopmund, Arandis

Reisebericht: Sossusvlei, Swakopmund, Arandis

Sossusvlei, Namib Naukluft Lodge, Swakopmund, Arandis, Immenhof Guestfarm, Outjo, Saturn-Farm
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2003
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Sossusvlei
13. Oktober 2003

4.30 Aufstehen. Fahrt nach Sossusvlei im Allrad-Kleinbus. Unser Fahrer heißt Jürgen und ist Herero. Wir sind rechtzeitig am Eingangstor. Wir müssen warten. Am Toreingang vertreten wir uns noch einmal die Füße und fotografieren den Sonnenaufgang. Punkt 6.30 Uhr wird geöffnet.

Während der Fahrer sich auf die sandige Piste konzentrieren muss, bestaunen wir die an uns vorbeiziehende Vielzahl der großartigen rostroten Sanddünen. Wir haben Glück, es ist leicht bewölkt, und Sonne und Wolken malen die Dünen in eindruckvollen Farben.

Am Anfang liegt die Elim - Düne, die besonders bequem erreichbar ist. Wir fahren weiter bis zur Düne 45, sie liegt 45 km vom Eingang entfernt und ist ca. 170 m hoch. Sie ist an dem Morgen noch unberührt und unsere Mitreisenden unternehmen die morgendliche Erstbesteigung. Wir bleiben unten und fotografieren die Landschaft. Die Kameldornbäume heben sich durch das satte Grün der Blätter von den rotfarbenen Dünen ab.

Als ich filmen will, versagt unser teurer Panasonic Camcorder. So ein Pech. Ich bin zutiefst enttäuscht. Unsere Digitalkamera hält durch und Ria schießt noch einige tolle Fotos. Während unserer Dünenwanderung hat unser netter Fahrer draußen im Schatten eines Baumes den Tisch gedeckt. Nach dem Frühstück treten wir die Rückfahrt an und besuchen noch den Sesriem Canyon. Hier hat der Tsauchab-Fluss sich ca. 50 Meter in den Schieferfelsen eingefressen. Allrad ist auf den letzten Kilometern unbedingt notwendig.
 

Zurück zur Namib Naukluft Lodge. Es ist wieder ein wunderschöner Sonnenuntergang. Spazierengehen oder mal loswandern kann man hier nicht. Die Strecken sind zu weit. NNL bietet jedoch jedem Gast eine kostenlose Sundownerfahrt an.

Da die Kamera sich nicht reparieren lässt, bleiben wir in der Lodge und beschließen, bereits am nächsten Tag nach Swakopmund zu fahren, um vielleicht die Kamera dort reparieren zu lassen. Ria telefoniert und wir bekommen eine Übernachtung im Strand-Hotel.

Unsere angemeldete Übernachtung in Swakopmund war einen Tag später im Secret Garden. Doch leider konnten wir nicht ein Tag früher einkehren, da das Haus belegt war.

So genießen wir noch einmal das abendliche Essen und den guten Boschendaal Chardoney.

 
Namib Naukluft - Swakopmund
14.Oktober 2003

Nach einem sehr guten Frühstück verabschieden wir uns von einigen netten Gästen und fahren zunächst nach Solitaire zum Tanken. Genügend Benzin, Wasser und einen guter Reservereifen sind wichtig bei der Hitze und den Entfernungen.

Wir fahren auf die C14 Richtung Gaub Pass. Unterwegs liegt ein einsames Kamel auf einer ausgetrockneten Weide und schaut uns lässig zu, als wir es fotografieren.

Als wir mitten in der Wüste sind, will Ria unbedingt das beeindruckende Wüstenpanorama fotografieren. Die Schotterstraße hat an der Rändern sehr viel Flugsand angesammelt. Plötzlich rutscht unser Auto nach links in den sandigen Randstreifen und nichts geht mehr.

Da höre ich in der Ferne das Motorengeräusch eines LKWs. Der Wagen kommt näher, ich winke und werde verstanden. Der Fahrer hält. Auf seinem LKW ist ein Gruppe junger netter Menschen, die sofort runterspringen. Nach kurzer Besprechung bekommen wir tatkräftige Hilfe und unser Auto ist ruckzuck wieder auf der Fahrbahn. Wir machen ein Foto und bedanken uns. Keine Schadenfreude, ein freundliches Winken und am Horizont sieht man nur noch eine Staubwolke.
 

 
Der Gaub Pass ist bequem zu befahren, Der nächste Pass ist der Kuiseb Pass (=11% Steigung). Auf der Passhöhe treffen wir unsere hilfreiche Gruppe. Da ich immer Gummibärchen mitführe und Werthers Echte, halten wir an und ich gebe dem Fahrer 2 große Beutel. Ein frohes Gejohle und dann geht's weiter hinunter zum Kuiseb Canyon.

Die Straße führt hier direkt durch den Canyon. Er ist durch den Fluss Kuiseb entstanden, der einmal sehr viel Wasser führte und sich so durch das relativ weiche Gestein einschneiden konnte.

Diese Landschaft hier war für die beiden deutschen Geologen Henno Martin und Herrmann Korn Zufluchtsstätte im 2. Weltkrieg. Die beiden die nicht in ein Internierungslager nach Südafrika gebracht werden wollten, lebten hier in diesen Schluchten zweieinhalb Jahre lang. Das Buch von Henno Martin heißt: "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste" ISBN 0949995-25-8.

Ria meint, dass das Buch auch verfilmt wurde.

Wir fahren weiter und machen Rast und erleben die unendliche Stille der Wüste. Ein interessantes Gefühl. Man spürt die Relation zur Umwelt.

Vor uns eine Fata Morgana, scheinbare Wasserflächen mitten in der Wüste. Diese Luftspiegelungen lassen sich fotografisch festhalten. Kurz vor Walvis Bay ist die Straße wieder asphaltiert; doch der stetige Wind hat den Dünensand auf die geteerte Straße geweht, so dass man auch hier noch konzentriert fahren muss.

Die kleine Stadt wirkt sauber und europäisch. Ein Ort ohne Stacheldraht und Elektrozäune.

Wir fahren links ab in Richtung Pelican Point. Walvis Bay liegt in einem Teil des Kuiseb Deltas. Hier am Pelican Point hat sich in dem seichten Gewässer eine beachtliche Pelikan- und Flamingokolonie erhalten. Hunderte dieser Vögel sind hier zu sehen. Von Walvis Bay, bis 1994 südafrikanische Exklave, fahren wir weiter nach Swakopmund. Im Fotogeschäft Behrensr lassen wir die defekte Panasonic Kamera durchchecken. Doch leider ist sie nicht zu reparieren.
 

Wir beziehen unser "Strandhotel", direkt am Strand.

Da wir nichts mehr zu essen haben, besorgen wir uns noch einige Früchte und Käse und Wein.

Auf dem Wege treffen wir einen Südafrikaner deutscher Abstammung. Er hat sich für 2 Monate hier in Swakopmund einlogiert, weil er Atembeschwerden hat und die Luft in Johannesburg nicht verträgt. Nun will er prüfen, ob er für immer hierher übersiedeln soll.

Zum Tagesabschluss genießen wir unser Abendbrot, den Wein und die nette Aussicht vom Balkon.

Die "Bildungsdiskussion" geht weiter. Welche Hilfe zur Selbsthilfe ist möglich?
 

 
Swakopmund
15. Oktober 2003

Heute früh ein besonderes Schauspiel. Tausende Kormorane kommen in einer endlosen Schar aus der Bucht und ziehen flach über das Meer in Richtung der seichten Gewässer zwischen Swakopmund und Walvis Bay.

Nach einem sehr guten Frühstück packen wir , dürfen das Auto noch länger parken und machen unseren Bummel durch die Stadt. Überall Bezeichnungen " Lazarett" oder "Garnison" in deutscher Sprache und in jedem Geschäft wird auch Deutsch gesprochen.

Ein Bildband über Namibia und das bereits erwähnte Buch "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste" wird gekauft. Dann fahren wir hinaus in die neu erbaute Vorstadt. Es sieht alles sehr ordentlich aus.

Ab Mittag ist das Wetter wieder schön. Den Nachmittagsspaziergang beenden wir mit Kaffee und Kuchen.

Anschließend dann zur Pension "Secret Garden" Dieses nette Haus liegt fast unauffällig an der Strasse und hat einen wunderschönen Innenhof, der sehr dekorativ gestaltet ist. Die Zimmer sind freundlich und geschmackvoll eingerichtet.

Swakopmund - Arandis - Immenhof Guestfarm
16. Oktober 2003

Nach einem guten Frühstück verabschieden wir uns von den netten Gastgebern. Nach den üblichen Versorgungseinkäufen und Volltanken geht es weiter Richtung Usakos. Den Besuch der Skeleton Coast heben wir uns für den nächsten Namibia-Besuch auf.

Wir fahren vorbei an Arandis.

Iwanowski: "In Arandis leben etwa 6000 Menschen... Die Stadt gehört der Rössing-Mine, deren Privateigentum der Ort ist. Bürgermeister, Verwaltungsangestellte, Kindergärtnerinnen: Alle werden vom Konzern bezahlt. Wenn man seinen Arbeitsplatz bei Rössing verliert, muss man den Ort verlassen."

Die Rössing-Mine ist die größte Tagebau-Uranmine der Welt. Zur Zeit arbeiten noch ca. 200 Beschäftigte hier.

Diese Mine kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Wir verzichten. Auf der Fahrt nach Usakos grüßt links "das Matterhorn von Namibia" (1728 m ), die Spitzkoppe. Am Ortseingang von Usakos biegen wir links ab und wollen zur Farm Ameib. Laut Iwanowski sollte man möglichst um 11 Uhr auf der Farm sein, um die entsprechenden Wanderungen zu Bulls Party und Philips Höhle (Felsmalereien) unternehmen zu können. Gegen 12.00 Uhr erreichen wir nach langer staubiger Anfahrt die Farm. Man lässt sich den Besuch gut bezahlen und die Ansichtskarten sind auch nicht billig.

Wir fahren bis zum Parkplatz und beginnen die Felsbesteigung zu den Malereien. Weiße Punkte auf den Felsen, gut sichtbar, zeigen an, wohin man laufen muss. Hier herrschen heute 37 Grad Celsius. Wir Fußkranke sind schon gut -Stunde unterwegs und der Schweiß läuft in Bächen den Rücken und die Stirn hinunter. Als wir meinen, unserem Ziel nahe zu sein, sehe ich hoch oben in den Felsen weitere weiße Punkte. Wir brechen ab und gehen zurück zum Parkplatz.

Nach einer Verschnaufpause verlassen wir die Farm und begeben uns auf die Schotterpiste, um zur Immenhof Farm zu gelangen.

Die Strecke ist von hier aus dürftig ausgeschildert. Wir halten uns in Richtung Uis Myn und biegen dann auf den Pad Richtung Immenhof und Schönfeld ab. Unterwegs bewähre ich mich als Beifahrer und "Gatterexperte". Die Gatter verhindern, dass das Vieh in fremde Regionen wechselt. An den Gattertoren sind die Fahrrinnen so sandig, dass Ria nur durch schräges Anfahren verhindert, dass wir stecken bleiben. Hier und da blockieren Kühe, Rinder und Kälber den Weg.

Am späten Nachmittag erreichen wir die Gästefarm Immenhof.

Friedhelm von Seydlitz seine Frau Ria ist zu Besuch in Deutschland - heißt uns gleich bei einem herrlich kühlen Bier willkommen und hat Zeit für ein interessantes Gespräch über Farm und Leute. In seiner netten Art versteht er es gut, uns einen guten Einblick über die Sorgen und Probleme einer Farm zu vermitteln. Seine Familie ist schon jetzt in der dritten Generation hier und man merkt am Umgangston mit seinen Beschäftigten, dass hier ein gutes "Familienklima" herrscht. Seine schwarzen Beschäftigten kennt er aus seiner Kindheit und so ist dort ein Klima des Zusammenarbeitens gewachsen, was in manchen anderen Farm fehlt.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Die starke Trockenheit in diesem Jahr führte zu einem akuten Wassermangel; gerade war eine Bohrung 80 m tief wenig erfolgreich, und man muss sich Sorgen um den Bestand der Viehherde machen. Das Anwesen ist gut 5000 ha groß.

Weitere interessante Gäste sind schon zum wiederholten Male hier. Sie erzählten von einem traumhaft schönen Flug mit Herrn von Seydlitz an die Victoria Falls in Simbabwe. Alle waren begeistert von diesem Abstecher und berichteten über die wahnsinnige Inflation in dem Land von Präsident Mugabe. Man kann diesen Flug hier von der Farm buchen. Der nette Reisebegleiter dieser Gruppe, Herr Meier, berichtet sehr interessant von seiner beruflichen Ausbildung und von durchgeführten Touren.

Nach einem guten Abendessen an der gemeinsamen Tafel begeben wir uns in unser schönes geräumiges Zimmer. Der Ventilator verschafft uns angenehme Kühle.

Nächste Etappe: Saturn-Farm, Vingerklip
 

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