Reisebericht: Immenhof Guestfarm, Outjo, Saturn-Farm, Vingerklip

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Reisebericht: Immenhof Guestfarm, Outjo, Saturn-Farm, Vingerklip

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Arandis, Immenhof Guestfarm, Outjo, Saturn-Farm, Vingerklip
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2003
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Immenhof - SATURN-Farm
17. Oktober 2003

Die Nacht ist still. Nur uns unbekannte Vogel- und Tierlaute sind zu hören. Doch am Morgen weckt uns eine deutscher Hahn.

Frühstück am gemeinsamen Tisch mit allen Gästen. Anschließend unternehmen wir eine Fahrt durch das Farmgebiet mit "Willibald", einem freundlichen Herero.

Ein hoher Zaun begrenzt Jagdfarmen, ein niedriger Zaun Zuchtfarmen. Wir kommen an "steinernen" Klangkörpern vorbei, das sind eisenhaltige Felsen, die auf Geröll liegen. Sie klingen nachhallend beim Anschlagen mit einem Stein. An einigen großen Felsen sind Zeichnungen der Buschmänner zu sehen. Endlich! - Weiter durch die Farm sehen wir Kudus, Onyx, Tukan und Affen. Dann gelangen wir zu einer Stelle, wo wir kleine Amethyste finden.
 

Nach der interessanten Rundfahrt verabschieden wir uns von Friedhelm und den anderen Gästen, die mit ihrem Tourguide ihre Reise durch Namibia fortsetzen.

Wir fahren los und verirren uns an einer Weggabel. Friedhelm von Seydlitz kommt mit seinem Motorrad und eskortiert uns auf den richtigen PAD. Wir kommen an der Gästefarm " Schönblick", die wie ein kleines Schloss aussieht, vorbei. Sie gehört seinem Bruder. Wir gelangen auf die C33 nach Kalkfeld. Diese Strasse ist geteert. Die Parkplätze sind sauber. Man trifft immer wieder eine Fünferkolonne, die diese sauber halten.

Hier eine interessante Bemerkung für die Autofahrer. Die Rastplätze sind immer durch Schilder angezeigt. Nur dauerte es lange bis wir verstanden, an welcher Seite nun der Rastplatz liegt. Beachten Sie bitte beide Fotos. Diese Schilder stehen, da Linksverkehr an der linken Straßenseite.
 

Im letzten Jahr hatten wir die Reise über Hentjesbaai – Uis Myn - Khorixas – Okaukuejo gebucht. Aufgrund der genannten Umstände hatte keine Übernachtsherberge Regress genommen. Die Jagdfarm Saturn sandte einen Gutschein zu. Doch da wir uns so spät zur Namibiareise entschlossen, mussten wir die Route ändern, wollten aber den Gutschein einlösen. Aus diesem Grunde führt die diesjährige Route Otjiwarongo und Outjo auf die C39 (neu ashaltiert) uns zur Saturn –Jagdfarm der Familie Montermann. Von Outjo genau die Hälfte des Weges bis bis Khorixas.

Herr und Frau Montermann begrüßen uns und laden uns zum Kaffee ein. Die Jagdfarm ist 7000 ha groß und bietet über 20 verschiedene Wildarten.
 

Herr Montermann ist passionierter Jäger und wie die vielen Auszeichnungen zeigen, auch ein exzellenter Schütze.

Die Bungalows, das wunderschöne Schwimmbad und die große teilweise reetbedeckte Terrasse bilden eine angenehme Atmosphäre. Dazu kommen die vorzüglichen Speisen, die Frau Montermann uns servieren lässt. Man fühlt sich sofort wohl.

Im Gespräch stellt sich raus, dass wir gemeinsame Bekannte aus dem Rheinland haben. So klein ist die Welt. Vor 6 Jahren zogen sie aus Köln hierher. Die Umstellung war groß. Man darf in Afrika nicht nach deutschen Maßstäben einen Farmbetrieb leiten. Die schwarzen Arbeiter gehören unterschiedlichen Stämmen an.

 
Die einen können mit Geld umgehen, die anderen haben nach eine paar Tagen keinen Lohn mehr. Diese Arbeiter dürfen ihr Geld für sich behalten, jene müssen die Dorffamilien hiervon unterstützen.

Herr und Frau Montermann beschäftigen Damara, Nama und Owambos. Alle Stämme haben unterschiedliche Charaktere. Fleisch von Jagdwild ist Bestandteil des Lohnes, da sonst gewildert würde. Unterkunft und Wasser und Verpflegung sind frei, dazu wird ein Monatslohn gezahlt.

Wir staunen, welche Probleme es gibt, die uns vollkommen unbekannt sind.

Nach einem sehr guten Abendessen sitzen wir unter dem wunderschönen afrikanischen Sternenhimmel noch lange zusammen und tauschen unsere Gedanken zu verschiedenen Problemen aus, die es in Deutschland und Afrika gibt.
 

 
Saturn-Farm und Vingerklip
18. Oktober 2003

Heute früh 8.30 Frühstück. Herr Montermann kommt von der Farmarbeit zurück. Anschließend sitzen wir noch zusammen.

Gegen 11.00 Uhr fahren Ria und ich zur Vingerklip –Lodge. Am Weg steht der Vingerklip-Felsen. Diese Felssäule ist 35 m hoch und steht wie ein Finger auf felsigem Sockel. Auf der Fahrt dorthin hat man eine schöne Sicht auf die Tafelberge, die im Ugabtal stehen.

"Es gab eine Zeit, da war die Vingerklip (Fingerklippe) einer von zwei Monolithen Namibias. Dann geschah 1988 das, was manche als böses Omen ansahen: Der Mukorob (Finger Gottes), ein hoher Felsen auf dünner Basis in der südlichen Mitte des Landes bei Keetmanshop stürzte in stürmischer Nacht ein. Das Resultat: Touristen, die nach Etosha kommen, nehmen jetzt erst recht auch die nicht allzu weit entfernte Vingerklip im Danaraland mit ins Reiseprogramm auf, vor allem weil in unmittelbarer Nähe die komfortable Vingerklip Lodge mit phantastischen Ausblicken lockt. (ADAC)"

Die Lodge liegt wirklich einzigartig. Es ist Mittagszeit und alles ist ruhig. Die Sonne brennt kräftig und die Aussicht ist wirklich grandios. Sie erinnert etwas ans Monument Valley in den USA.

Nach einem Tee fahren wir zurück zu unserer Lodge und ruhen uns erst einmal aus. Gegen 17.00 Uhr begeben wir uns mit Herr Montermann auf "Farmfahrt". Fritz und Jambo, zwei liebenwerte Hunde, begleiten uns. Herr Montermann fahrt mit seinem Pickup die Wassertanks ab, die über ein Leitungssystem die Wasserstellen seiner Jagdfarm versorgen. Trinkwassernot für seine Tiere hat er nicht. Kudus trinken allein schon 50 Liter pro Tag. Salz und Salzlecksteine werden ausgelegt. Die Salzlecksteine sind wichtig für die Verdauung, da noch Trockenzeit herrscht. Die Farm ist riesig und bietet natürlich ebenfalls herrliche Ausblicke auf die Ugabterrassen. Hochprozentiges Gefälle und schier unüberwindbare Anstiege bewältig Herr Montermann ohne Probleme. So gelangen wir rechtzeitig zum Abendessen zurück.

Frau Montermann hat Hartmanns Bergzebra Filetsteaks so zu bereitet, dass wir heute noch in Geschmackverzückungen geraten, wenn wir daran zurückdenken. Biolek würde dreimal staunen.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Die Stromversorgung ist sehr gut auf der Farm. Herr Montermann ist selbst vom Fach und tüftelt alles selbst aus. Nun beabsichtigt er Sonnenkollektoren einzusetzen.

Die Krankenversorgung ist im Allgemeinen gut geregelt. Es gibt zentrale Kliniken. Die Arbeitnehmer erhalten ein Behandlungsheft, darin wird festgehalten, wann der Arzt konsultiert wurde und welche Behandlung durchgeführt wird.. Mittlerweile ist über Hälfte der schwarzen Bevölkerung an Aids erkrankt. Diese Erkrankung geht durch alle sozialen Schichten. Die starke Zunahme merkt man an der stark zunehmenden Zahl der wöchentlichen Bestattungen.

Zum Thema Aids. Die Wudu-Priester haben hier zunehmend schlechten Einfluss. Ist ein Mann an Aids erkrankt, empfehlen diese Geschlechtsverkehr mit Kindern. Je jünger umso besser. Stirbt der Betroffene doch, zumeist aufgrund der Immunschwäche an TBC oder Lungenentzündung oder Malaria, sagt der Priester: Ja, er ist gestorben, aber nicht an Aids, sondern an TB oder Lungenentzündung usw.

Dies alles beschäftigt uns noch lange am Abend.

Nächste Etappe: Etosha-Nationalpark
 

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