Reisebericht: Johannesburg - Waterval Boven

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Reisebericht: Johannesburg - Waterval Boven

Reisebericht: Die Regenbogennation: Südafrika

Hannover - Amsterdam - Johannesburg -
Waterval Boven

 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1999
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Hannover – Amsterdam – Johannesburg
26.März 1999

Taxi 55555 kommt bereits um 14.15 Uhr. Oma und Opa sind schon zum Abschied erschienen, doch Christa und Saverio fehlen noch. Wir sind alle gespannt, auf unsere gemeinsame Afrikareise. Alle Mann sind an Bord und In Hannover angekommen, macht Saverio seinen Koffer flugtauglich und dann checken wir ein. Es geht mit Éurowings nach Amsterdam.

Neben mir sitzt eine Lehrerin. Sie fliegt zu ihrer 80jährigen Mutter nach Santiago de Chile. Das Land Chile besteht aus 90 % Einwandern. Die Diskrepanz zwischen Arm und Reich ist groß. Es gibt keine Mittelschicht. In der Hauptstadt selbst leben die meisten Deutschen.

Es regnet in Amsterdam. Dort wartet eine Boeing 747 – 400 der KLM auf uns. Mit 30 minütiger Verspätung steigen wir in die Lüfte Richtung Afrika. Der Pilot gibt Auskunft über die Flugstrecke. Karlsruhe, Baden- Baden, Mailand, Palermo usw. weiter in Richtung Süden. Nur eine Stunde Zeitverschiebung erwartet uns.
 

Die Boeing 747 – 400 hat eine Spannweite von 64,44 m und ist 70,67 m lang und fliegt mit uns 920 km/h . Die Crew ist o.k. und auch das Essen. Saverio und Christa sitzen hinter uns. Wir lesen. Ria studiert den Flugatlas.

Wir steigen abends in Amsterdam in den Flieger und am anderen Morgen spuckt uns der Riesenvogel wieder aus: in Johannesburg, in der Regenbogennation, in Südafrika.

Südafrika hat 40 Millionen Einwohner. Es ist demographisch eines der "buntesten" Länder der Welt. Erzbischof Tutu erfand den Begriff "Regenbogennation". Etwa 75% der Bevölkerung sind Schwarze, 13% Weiße, 9% so genannte "Coloureds" die sich von den Zulu, Xhosa, Sotho, Tswana usw. durch Herkunft und Sprache unterscheiden. Sie sprechen - wie die Buren - Afrikaans, 3% sind Asiaten, überwiegend Inder. Das Land hat eine Verwaltungshauptstadt PRETORIA und einen separaten Parlamentssitz CAPE TOWN.

 
Von Johannesburg nach Waterval Boven
27.März 1999

Johannesburg, Stadt im Nordosten Südafrikas, die im Verwaltungsgebiet Gauteng der Provinz Transvaal liegt. Als die Stadt 1886 gegründet wurde, gab es in dem Gebiet, das zur Witwatersrandregion gehört, nur Überbleibsel von alten Eisenschmelzöfen und ein paar isolierte Bauernhöfe. Unter diesem weiten Land wurden die größten bekannten Goldvorkommen der Welt gefunden.

Stadtbild

Unmittelbar nördlich der Flächen, wo Gold gefunden wurde, liegt auf etwa 1 750 Meter Höhe das Zentrum von Johannesburg. Dieser Teil wurde in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Schachbrettmuster angelegt, um die größtmögliche Zahl von Grundstücken zu erhalten und damit der Regierung hohe Mieteinnahmen zu sichern. Anfänglich wurde das Land eher vermietet als verkauft, da man damit rechnete, dass die Bergwerkssiedlung verlassen werden würde, sobald die Goldvorräte abgebaut wären. Weit gefehlt. Einige der kleinen Häuser und engen Straßen bilden noch heute das Herz des Gewerbegebiets um die Commissioner Street herum. Weitere bedeutende Gebäude befinden sich in der Eloff Street, der Haupteinkaufsstraße, die südlich des Bahnhofs verläuft. Nördlich des Bahnhofs erstreckt sich der Hillbrow-Bezirk, ein ehemals den Weißen vorbehaltenes Gebiet, in dem seit den fünfziger Jahren hochaufragende Wohnhäuser gebaut wurden. Bis zur Abschaffung der Apartheid durch die Regierung zu Beginn der neunziger Jahre mussten die Menschen im Allgemeinen nach Rassen getrennt in unterschiedlichen Gemeinden leben. Weiter im Norden liegen moderne, weitestgehend von Weißen bewohnte Vorstädte wie Houghton.
 

Südlich der alten Bergbauflächen, die die Stadt zerteilten, befinden sich einige Wohngebiete der weniger wohlhabenden Weißen. 

Südwestlich liegt das Wohngebiet der Schwarzen, Soweto. Jenseits von Soweto sind wesentlich kleinere, nach Volkszugehörigkeit getrennte Wohngebiete der Inder und der Farbigen angesiedelt.

Zu den wichtigen Gebäuden Johannesburgs gehören das Rathaus, die öffentliche Bibliothek, das Postgebäude in der Rissik Street und der Komplex des Stadttheaters.

Auffallend sind zwei Fernmeldetürme, die beide 232 Meter hoch sind, höher als das hochaufragende Bürogebäude Carlton Centre (1969-1973).

 
Geschichte

Johannesburg wurde 1886 gegründet, bald nachdem hier Gold entdeckt worden war. Innerhalb eines Jahres stieg die Einwohnerzahl des Bergbaulagers auf 10 000 an, von denen die Hälfte eingewanderte Weiße, vorwiegend aus Großbritannien, waren. Bald herrschte in der neuen Stadt eine gehobenere Atmosphäre. Seit 1889 gab es von Pferden gezogene Straßenbahnen und seit 1890 elektrisches Licht. 1895 betrug die Einwohnerzahl 100 000. Die Minen überstanden den Burenkrieg (1899-1902) weitestgehend unbeschädigt. Die Stadt wuchs weiterhin schnell an. Konflikte blieben daher nicht aus. Streitigkeiten innerhalb der Union erreichten beim Rand-Aufstand von 1922 einen Höhepunkt. Bewaffnete weiße Arbeiter, die Angst davor hatten, in den Minen von schlechter bezahlten schwarzen Arbeitern abgelöst zu werden, veranstalteten einen blutigen Streik, der erst durch das Einschreiten der Regierungstruppen beendet wurde. 1928 erhielt Johannesburg Stadtrecht. Im und nach dem 2. Weltkrieg zog das Wirtschaftswachstum eine Einwanderungswelle der Schwarzen nach sich. Dadurch entstanden ausgedehnte Barackenstädte wie Sophiatown. Ende der fünfziger Jahre wurde mit dem Abriss dieser Siedlungen begonnen. Viele Schwarze wurden nach Soweto umgesiedelt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 713 000 (in der Agglomeration rund 1,92 Millionen).

Als wir in Johannesburg landen, scheint die Sonne. Der Flughafen ist an sich klein, aber international und liegt auf 1800 m Höhe.. Wir gehen zu AVIS und besprechen die Anmietung des 1. Teils der Reise bis Durban und die erneute Anmietung ab Port Elizabeth. Da der Abflug in Durban spät nachmittags ist, will man für die zeitliche Verlängerung von 3 – 4 Stunden 800 Rand kassieren. Das Entgegenkommen von Avis besteht darin, dass sie uns den Wagen etwas später aushändigen. Wir beschließen in dieser Zeit eine Stadtrundfahrt mit dem Taxi zu unternehmen für 450 Rand.

Unsere schwarze Taxifahrerin fährt uns durch die Stadt. Wir fahren zunächst durch die Innenstadt. Einige Sehenswürdigkeiten sehen wir uns vom Auto aus an; die Stadt wirkt dreckig. Es ist sehr windig. An der Börse geht’s vorbei und am Oriental Plaza, die kleinen Läden platzen aus allen Nähten. Der berühmte Muti-Shop, hier kann man gegen jedes Zipperlein ein vom Medizinmann empfohlenes Mittel kaufen. Im Reiseführer steht: "Die Warnungen vor der steigenden Kriminalität sollte man beherzigen. Kein Tag vergeht ohne Raubüberfälle, Morde und Autoentführungen – mehr als in jeder anderen Stadt der Welt. Ob Downtown oder Geschäftsstraßen, Johannesburg wirkt auf mich schrecklich. In den besseren Wohngebieten, fast ausschließlich Weiße. Um die Häuser der Wohlhabenden hohe Mauern und Stacheldraht und Elektrozaun. Die Sprache der Schwarzen ist die Sprache der Peiniger". Die Schwarzen lernen Afrikaans und Englisch. Die Kinder unserer Fahrerin sprachen als erste Sprache Afrikaans. An einer Kreuzung steht ein Mann mit dem Schild "Help me – no food – no job". Wir halten in einem wohlhabenden Viertel und essen in einem Restaurant eine Kleinigkeit. Im Untergeschoss ein Kinderorchester, offensichtlich aber auch Kinder von wohlhabenden Eltern, das Geige spielt, um vom Teller der Reichen etwas zu erhalten. Christa und Saverio holen sich in der Apotheke die notwendigen Malariatabletten. Die Fahrerin erzählt, dass sehr viele Frauen von ihren Männern verlassen würden und dass die Empfängnisverhütung nicht greift. So werden natürlich schnell die vielen Kinder zu Bettlern.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Wir holen den VW - Bus. Linksverkehr. Ria fährt uns über die N12 über Witbank über N4 bis kurz vor Waterval Boven. Der Himmel hat eine besondere Nähe, es geht vorbei an Platanen und blühenden Cosmeafeldern. Wir suchen eine Unterkunft. fahren von der Hauptstrecke , N 4, herunter nach Wonderfontain und fragen nach Motel, Hotels usw. Abseits wird Afrikaans gesprochen. Ohne Erfolg. Allmählich wird es dunkel. Saverio fährt bis Waterval Boven. Wir sehen dort ein einsames Hotel liegen, Christa und ich fragen. Rand 600 für 3 Personen. Ich finde es etwas teuer. Wir akzeptieren und stellen etwas später fest, dass das Abendessen und Frühstück im Preis enthalten ist. Na, es schmeckte uns natürlich besonders gut. Malaga – Hotel, Waterval Boven Tel. 013 734 4933.

Unsere Steckdosenadapter sind falsch. Wir kaufen hier einen. Nach einem gemütlichen Abendessen, schlafen wir gut bis zum Frühstück. Auch dieses genießen wir und entdecken anschließend die wunderschöne Parkanlage. Wir entdecken erst jetzt, dass das Hotel direkt an einem Fluss liegt. Alle Bäume sind "lehrpfadmäßig" beschriftet und Arten und Blüten begeistern uns. Diese Haus können wir weiterempfehlen.

Nächste Etappe: Krüger National Park
 

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