Reisebericht Cuzco / Macchu Picchu / Puno / Uro Inseln

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Reisebericht Cuzco / Macchu Picchu / Puno / Uro Inseln

Entdeckungsreise zu alten Kulturen

Auf den Spuren der Inka's
Cuzco / Macchu Picchu / Puno / Uro Inseln

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2000
Altersgruppe des Autors: über 35 Jahre
 

 
Cuzco

Bestimmt seit fünf Jahren hatten mein Arbeitskollege Wolfgang und ich nur darüber gesprochen gemeinsam eine Reise nach Südamerika zu unternehmen. Endlich war es soweit! Allein, ohne unsere besseren Hälften, packten wir es nun an. Mit der KLM flogen wir über Amsterdam und Bonaire nach Lima. Nach einer kurzen Nacht in der Hauptstadt Perus erreichten wir am nächsten Tag Cuzco.

Übers Internet hatte ich schon die "Pension Alemana" gebucht, in San Blas, dem oberen Teil der Stadt gelegen. Hier hatte ich schon vor zwei Jahren einen wundervollen Aufenthalt genossen. Den ersten Tag nutzten wir zur Akklimatisierung und einem Stadtrundgang. Da ich meinen Beutel mit Unterwäsche daheim liegen gelassen hatte, war auch eine Einkaufstour angesagt. Das Wetter meinte es gut mit uns, so speisten wir in einem der unzähligen Restaurants an der Plaza de Armas auf dem Balkon, von dem aus man einen wunderbaren Blick auf die Kathedrale und die Iglesia la Compania genießen konnte. Die erste Nacht hatten wir beide ziemlich Kopfschmerzen. Cuzco liegt auf knapp 3500m, wir hatten wohl zu wenig getrunken. Unsere Haushälterin in der Pension brühte uns einen Mate de Coca auf, ein einheimisches Getränk, welches der Höhenkrankheit vorbeugt.
Für den nächsten Tag hatten wir uns ein Taxi angemietet, die Ruinen von Pisaq waren unser Ziel. Unterwegs hatten wir noch einen Stopp bei einer Art "Andenzoo", wo es Lamas, Vicunas und Alpacas zu bestaunen gab.
 

 

Die Terrassenanlage von Pisaq war neben Cuzco eine der wichtigsten Siedlungen der Inkas. 300m über dem Urubambatal erstreckt sich diese weitläufige Anlage.

Während unser Fahrer am Auto wartete, erkundeten wir die Ruinen und genossen die herrliche Aussicht. Nach einem leckeren Mittagessen und einem Bummel durch den Indiomarkt von Pisaq machten wir uns auf den Rückweg. Wir hielten noch an mehreren Inkastätten für ein Foto und ließen uns schließlich bei Saqsaywaman absetzen. Diese Mauerbefestigung ist ca. 600m lang und besteht aus unzähligen Steinquadern.

Gebaut von mehreren 10.000 Arbeitern ist es heute noch nicht geklärt, wie es zur damaligen Zeit möglich war, die tonnenschweren Steine heranzuschaffen und passgenau zu setzen. Der größte wiegt ca. 42 Tonnen!

 
Die Terrassenanlage von Pisaq war neben Cuzco eine der wichtigsten Siedlungen der Inkas. 300m über dem Urubambatal erstreckt sich diese weitläufige Anlage. Während unser Fahrer am Auto wartete, erkundeten wir die Ruinen und genossen die herrliche Aussicht. Nach einem leckeren Mittagessen und einem Bummel durch den Indiomarkt von Pisaq machten wir uns auf den Rückweg. Wir hielten noch an mehreren Inkastätten für ein Foto und ließen uns schließlich bei Saqsaywaman absetzen. Diese Mauerbefestigung ist ca. 600m lang und besteht aus unzähligen Steinquadern. Gebaut von mehreren 10.000 Arbeitern ist es heute noch nicht geklärt, wie es zur damaligen Zeit möglich war, die tonnenschweren Steine heranzuschaffen und passgenau zu setzen. Der größte wiegt ca. 42 Tonnen!

Nach einem abschließenden Fußmarsch zurück in die Stadt ließen wir den Tag gemütlich in einem Restaurant, es gab ausgezeichnete Forelle, ausklingen.

Pension Alemana :   www.cuzco-stay.de
 

Peru: Cuzsco
Cuzco: La Campania
 

 

Cuzco: Plaza de Armas
Cuzco: Plaza de Armas
 

 

Macchu Picchu

Nur per Eisenbahn ist die Inkastadt Macchu Picchu zu erreichen. Für die 110 km lange Strecke benötigen die Züge ca. 4 Stunden. Da der billigere "Backpacker" ausgebucht war, mussten wir den teueren, aber auch bequemeren "Vistadome" nehmen. Gegen 07.00h verließen wir Cuzco und erreichten noch am Vormittag Aquas Caliente.

Als Alternative kann man auch Macchu Picchu über den berühmten Inkatrail erwandern, allerdings ist dies eine recht teuere Angelegenheit, je nach Veranstalter werden mindestens 200 USD verlangt und auch gezahlt. Eine Reservierung ist dringend empfohlen, meist sind die Touren auf Wochen hin ausgebucht, kurzfristige sind entsprechend noch teurer.

Wir stiegen im Cabana ab, am oberen Ende der Ortschaft. Eine Pension mit familiärem Touch und moderaten Preisen. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Nickerchen auf dem Zimmer und einem Bummel durch das doch sehr touristische Dorf.

 
Frühstück gab es am folgenden Morgen schon um 05.00h, wir wollten schließlich zum Sonnenaufgang vor Ort sein. Mit einem Bus ließen wir uns über eine Serpentinenstraße die 500 Höhenmeter hinauf zur Ruinenstadt fahren. Bei leichtem Nieselregen betraten wir die Anlage und kletterten sofort hoch zu einem der Aussichtspunkte. Lange Zeit konnten wir nur Teile der Ruinen sehen, da überall Nebelschwaden die Sicht verdeckten. Nach über einer Stunde war es endlich soweit: Macchu Picchu lag unter uns! Hoch über dem Urubambatal konnten wir nun die gesamten Ausmaße überblicken. Bis heute ist noch nicht geklärt, wer damals diese Stadt bewohnte. Nahezu 400 Jahre war sie unentdeckt für die restliche Welt, nur Nachfahren der Inkas wussten über sie Bescheid. 1911 entdeckte der Amerikaner Hiram Bingham auf einer Expedition Macchu Picchu. Die Peruaner behaupten noch heute, dass er die Inkafestung geplündert haben soll. Jedenfalls wurden keine nennenswerte Funde bei der Freilegung Jahre später gemacht. Heutzutage ist die gesamte Anlage hauptsächlich auf den Tourismus ausgelegt. Trotzdem ist es ein atemberaubender Ort, auf all meinen Reisen habe ich bisher noch nichts vergleichbares gesehen! Den ganzen Vormittag blieben wir auf Entdeckungsrunde und erfreuten uns des herrlichen Wetters.

Zum Mittagessen waren wir wieder zurück in Aquas Caliente, wo wir das Zimmer räumten und vor der Zugabfahrt noch ein paar Andenken kauften. Ich hatte mir inzwischen einen kräftigen Schnupfen zugezogen und meine Beine waren mit Moskitostichen übersät. Die Rückfahrt verlief ohne Zwischenfälle, uns wurde sogar eine Modenschau von den Zugbegleitern geboten!

Am späten Abend erreichten wir abgekämpft Cuzco. Hier war einiges los, alle Straßen voller Menschen, auch in Peru wurde Halloween gefeiert. Am nächsten Tag unternahmen wir nicht allzu viel, ich verbrachte die meiste Zeit im Bett, Fieber und ein handfester Schnupfen hatten mich niedergestreckt.

Eisenbahninformation : www.perurail.com Hostal in Aquas Caliente :   www.hostalcabana.com
 

René Jahn mit befreundeten Lamas
René Jahn mit befreundeten Lamas
 

 

Macchu Picchu: alte Inkastadt über dem Urubamba Tal
Macchu Picchu: alte Inkastadt über dem Urubamba Tal
 

Auf den Uro Inseln
Auf den Uro Inseln
 

 

Festtracht in der Gegend um Puno
Festtracht in der Gegend um Puno
 

 
Puno und die Uro - Inseln

Wir verließen Cuzco pünktlich um 8.00h mit dem Zug.
400 abwechslungsreiche Kilometer lagen vor uns. Die erste Halbstrecke ging es immerzu bergauf. Gegen Mittag hielten wir am Pass La Raya.

Hier auf über 4300m war es schon etwas frischer als in Cuzco. Nach einigen Erinnerungsfotos ging es bald weiter, hinab zum Titicacasee, der auf 3810m über Meereshöhe liegt. Unser Tagesziel war Puno, mit knapp 100.000 Einwohnern die größte Stadt am See. Im Zug hatten wir Sabrina und Beate aus der Schweiz kennen gelernt, gemeinsam bezogen wir Quartier in der La Casa del Abuelo.

Am nächsten Vormittag unternahmen wir gemeinsam einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln der Uros. Heute leben noch ca. 2000 Menschen auf den Schilfinseln, Haupteinnahmequelle ist für die dort lebenden Mestizen mittlerweile der Tourismus. Sie werden täglich von einer Armada Touristenbooten angesteuert. Wir hielten uns insgesamt 2 Stunden dort auf, besuchten dabei drei Inseln. Sich auf dem Schilf zu bewegen ist sehr gewöhnungsbedürftig, vielleicht zu vergleichen, als ob man über ein Wasserbett läuft. Auf einer Insel wurde uns Essen angeboten, auf der anderen besuchten wir die Schule.

Den Nachmittag verbrachten wir in der Stadt, es war in jenen Tagen die „Puno-Woche“. Bei dieser Feier wird Mama Ocllo und Manco Capac gedacht, der Sage nach den Gründern des Inkareiches. Die Innenstadt war für eine Art Karnevalszug gesperrt, der Umzug dauerte Stunden. Mit Musik zogen Hunderte von Folkloregruppen in Richtung Hauptplatz. Den Abend rundete ein Konzert einer Popgruppe ab. Teilweise harter Rock, mit Panflöte für europäische Ohren recht gewöhnungsbedürftig. Uns war die Veranstaltung allerdings nicht so geheuer, hatte man uns doch vor den Taschendieben gewarnt, die in dieser riesigen Menschenmenge auf Beute aus sind. Außerdem floß der Alkohol in Strömen, habe selten so viele Betrunkene auf einem Haufen gesehen! Nachts war kaum an Schlaf zu denken, Musik in allen Gassen, dazu das Gegröle der Schnapsnasen.

Ziemlich mitgenommen ging es in den frühen Morgenstunden zum Busterminal, es ging nun weiter nach Copacabana, auf die bolivianische Seite des Titicacasee's
Unterkünfte in Puno : www.enjoy-peru.com
 

Rene Jahn
René Jahn

Das Reisen war schon immer die große Leidenschaft von René Jahn. Als Kind mit den Eltern, später als Teenager auf eigene Faust, bereiste er Europa. In den Achziger Jahren begann er mit Fernreisen. Mittlerweile hinterließ er seine Fußspuren in über 50 Ländern auf allen Erdteilen.

Mehr als vierzig mal zog es ihn nach Südostasien, vor allem hat es ihm die Götterinsel Bali angetan.

René, Jahrgang 1960, ist Beamter und wohnt mit seiner Lebensgefährtin Sabine in Nürnberg.

Kontakt via: woopwoop@t-online.de

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Unsere nächsten Etappen:
Cobacabana - Isla del sol - La Paz - Yungas

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