Reisebericht: Capitol Reef - Bryce Canyon - Zion NP - Beatty

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Reisebericht: Capitol Reef - Bryce Canyon - Zion NP

Reisebericht: Golden Eagle Passport

Capitol Reef, Bryce Canyon, Zion N, Beatty
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1998
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Capitol Reef - Bryce Canyon
25. Oktober 1998

Beim breakfast treffen eine nette Familie aus Taiwan. Sie kommen gerade vom Bryce Canyon wohin wir nun fahren möchten. Verunsichert sind wir durch die "weather-forecast", die (heavy snow) Schnee meldet. Doch man sagt uns, daß wir ruhig dort hinfahren können. Wir verabschieden uns "Have a nice time" und nach dem Tanken fahren wir auf den "Scenic-Highway 12" in Richtung Bryce Canyon. Wenn es einen Preis gäbe für die steinreichste Route, so der ADAC, dann müßte man ihn dem HWY 12 verleihen. Nur am Boulder Montain schwingt sich die Straße in grüne, kühle, jetzt mit Schnee bedeckte Höhen hinauf und überquert den Berg in gut 3000 m Höhe. Entlang des weiteren Weges folgen Schluchten und bizarre Felsfomationen, verschlafene Mormonendörfer wie Escalante oder kleine State Parks, wie Kodachrome Basin. Wir genießen wunderschöne Ausblicke in eine faszinierende Landschaft. Brav überwindet unser Auto Gipfel und Täler und so nähern wir uns dem HWY 63, der uns in den Bryce Canyon NP führt. Es ist kühl in dieser Höhe von 2500m.
 

Capitol Reef

 
Dieser Park stellt im von Naturwundern so überaus großzügig bedachten Südwesten des Bundesstaates Utah eine absolute Ausnahmeerscheinung dar. Bryce Canyon zählt zum beliebtesten Reiseziel in der USA. Er weist das bizarrste an Landschaft, das man sich vorstellen kann. Kein Wunder, daß die Indianer einen möglichst großen Bogen um Bryce machten, weil sie die Landschaft als Manitous heiliges Meisterwerk verehrten und zugleich fürchteten. Nach Ebenezer Bryce, ein Mormonensiedler, wurde übrigens der Park benannt.

Überblickt man die gesamte Entstehungsgeschichte vom Bryce Canyon, offenbaren 3 geologische Prozesse ihre Auswirkungen: Ablagerung, Anhebung und Erosion. Vor 70 Millionen Jahren begannen hier diese Prozesse. Zum letzten, der Erosion, ein paar interessante Anmerkungen. Bryce liegt auf einer Höhe von 2400 - 2800 m, so daß der erste Schnee schon im Oktober fällt und bis Mai liegen bleibt. Messungen haben ergeben, daß an über 200 Tagen im Jahr der Gefrier - und Auftauprozeß an den roten Felsnadeln nagt, die man hoodoos nennt. Dadurch werden Risse und Sprünge im Gestein verbreitert und ausgeschwemmt, wodurch sich das Gesicht des Nationalparks ständig ändert. Wir fahren in den Park hinein und wollen zunächst zum Rainbow Point. Doch da die Sonne beginnt unterzugehen, wenden wir und fahren zum Sunset Point und Bryce Point. Ich und Ria schnaufen Christian läuft den Hang hinauf. Nun erleben wir ein farbenprächtiges Schauspiel des Sonnenuntergangs. Diese HOODOOS sind überall wie mit Staubzucker vom Schnee bedeckt. Diese filigranen nadelförmigen Felsen sind nach indianischem Glauben keine Steine, sondern tierähnliche Wesen, die früher einmal menschliche Gestalt annehmen konnten. Diese Fähigkeiten verscherzten sie sich aber, denn sie waren bösartig und zogen sich den Zorn des Geistes Cojote zu, der sie in Felsen verwandelte. Wunderschöne, fast gotisch anmutende Felsen, die in warmen rot und Ockertönen leuchten und besonders malerisch sind, wenn sie - wie jetzt - der erste Schnee überzuckert. Ein Naturschauspiel besonderer Art. Viele der Naturwunder in Arizona und Utah erschlagen den "kleinen" Menschen durch ihre Großartigkeit - dieser Nationalpark ist intimer. Er ist nur 145 qkm groß und birgt doch eine unglaubliche Vielfalt farbenprächtiger Felsformationen. Tausende von filigranen Steinsäulen und schmalen Schluchten hat die Erosion in den letzten 13 Millionen Jahren gewaschen. Am Sunset Point wandert Christian in die Schlucht. Die Akustik ist so gut, daß man jedes Wort, das unten gesprochen wird oben hört. Ria und ich gehen auch ein Stück in das rotbraune Labyrinth der HOODOOS, einen steinernen Irrgarten von phantastischer Schönheit, die Kamera läuft heiß, Filme werden verbraucht. Wir nehmen andächtig Abschied von hier. Damwild steht ohne Scheu am Straßenrand. Wir fahren zurück auf HWY 12 und münden wieder in HWY 89 und fahren bis Panguitch zum Übernachten. Best Western hat ein Zimmer für uns für 55 $.

Wir sind erschöpft von all den Eindrücken. Abendessen und dann zu Bett. Zur Nacht gibt es noch ein Gewitter, das Schnee bringen soll.
 

Capitol Reef

 
Zion NP - St. George
26. Oktober 1998

Als wir wach werden stimmt unsere Uhr nicht, das Gewitter hatte wohl kurzzeitigen Stromausfall zu Folge. So sind wir früh wach und fragen beim Auschecken noch eine Putzfrau, ob wir noch nach Cedar Breaks fahren können. Diese erkundigte sich netterweise bei einer Kollegin, die dort herkommt. Sie sagte, wir sollten nicht fahren, es läge dort eine geschlossene Schneedecke. Überall an den Hängen liegt ein wenig Schnee. Zum Teil ist die Fahrbahn auch glatt. Wir verzichten auf diesen Ausflug und nach einem Schluck Kaffee fahren wir weiter den HWY 89 S und biegen bei Mount Carmel auf den Zion - Mount Carmel - HWY 9 in den Zion NP.

Bryce Canyon und Zion NP liegen mit dem Auto etwa eineinhalb Stunden auseinander. Beide Nationalparks sind zwar durch Erosion geformt worden aber sehen grundverschieden aus. Während Bryce Canyon filigran wirkt, macht der Zion NP einen gewaltigen Eindruck mit seinen hochaufragenden, steilen Felswänden. Als die Mormonen diese glattgeschliffenen Felsen entdeckten,die der Virgin River so tief in den Sandstein gefressen hat,, daß stellenweise kein Sonnenlicht zu Boden dringt, glaubten sie sich im Paradies und nannten den Ort nach der Himmelsstadt ZION und den Fluß nach der Mutter Gottes Virgin River. Diesen paradiesischen Eindruck bekommt man gleich, wenn man den NP durch den Osteingang betritt. Die kurvige Straße führt an vielen spektakulären Windschliffformationen vorbei und erreicht als erstes Naturwunder Checkerboard Mesa, eine versteinerte Düne, die über ein auffallendes Schachbrettmuster verfügt. An zahlreichen Stellen entlang der Straße gibt es hier im oberen Parkteil Haltestellen, von denen man kleine Wanderungen durch diesen seltsam bizarren Abenteuerspielplatz der Natur machen kann, wo zu dieser Jahreszeit Bäume in goldfarbenem Laub aus dem brüchigen Sandstein wachsen. Nachdem man einen 1700 m langen Tunnel durchquert hat, geht es steil bergab, und man erreicht den Zion - Scenic - Drive, der dem Lauf des Virgin River folgt. Natürlich halten wir oft, um diese immer wieder einzigartige Naturschauspiele zu bewundern. Wir bleiben auf HWY 9 und fahren zum Visitor - Center. Wir schauen uns die Ausstellung an, kaufen ein paar Karten, telefonieren mit Oma in Deutschland und setzen uns in die Sonne und machen Picknick. Wir fahren zum Westausgang und Ria ersteht ein wunderbares Paperweight. Wir fahren durch Springdale und folgen der 9 bis zum Interstate 15 S bis St. George. Wir schaffen es noch bis zu einer großen Mall und dann gibt es wieder ein kräftiges Wärmegewitter. Bücher und Jeans werden gekauft. Anschließend suchen wir das von Christian ausgesuchte Motel Budget Inn.

Da es hier auch genügend Motels gibt, wollen wir gar nicht weiter fahren. Doch Christian besteht darauf, da es so preiswert ist. 35 $. Gut wir fahren zwei Exits weiter und finden dieses Motel, das einen hervorragenden Eindruck macht. Wir checken ein. Bodybuilding-Room and Indorr Pool und ein Voucher für ein kleines Frühstück bei Dennys. Das wird natürlich alles kostenlos benutzt.
 

Zion National Park
Zion National Park

 

Zion National Park
Zion National Park

 
Highway 95 N - Beatty
27. Oktober 1998

Schönes Wetter als wir aufwachen. Wir wollen, da wir schon bis hier "vorgedrungen" sind über Las Vegas bis Beatty, um morgen noch einmal durch das "Tal des Todes" zu fahren. Christian macht noch einmal Frühsport im Body-Building-Room. Nach dem Auschecken gehts auf " die Piste". Wir nehmen den I- 15 S, hier als Freeway und verlassen nun endgültig Utah,

Utah, auch BIENENSTOCKSTAAT genannt nach den Mormonen, die mit unendlichem Fleiß die Wüste um den Großen Salzsee bewässerten, Städte schufen und Farmen und Felder bewirtschafteten. Zuerst Alpenlandschaft, dann weites brachliegendes Land. In der Mittagssonne erreichen wir Las Vegas und sind nun im Staate Nevada. "... Wer Nevada durchfahren hat, kann ermessen welche Strapazen die Pioniere auf sich nehmen mußten, die im Planwagen zu den Goldminen in der Sierra Nevada vordrangen. Geisterstädte zeugen von dieser Zeit; heute stellen nur noch die einarmigen Banditen, die man hier in jedem Kaff findet, eine Bedrohung dar.

Vom Interstate 15 biegen wir ab auf den viel befahrenen HWY 95 N, der nach Reno führt. An dieser Straße ist ein großes Einkaufsgebiet. Bei Smith - Food holen wir uns etwas zu essen. Für das Fluggepäck kaufen wir wieder bei Borders und Banres and Nobels kiloweise Bücher. Auf dem Parkplatz in der warmen Sonne wird gespeist. Rechts von der Abzweigung des HWY 156 beginnt das ehemalige Atomversuchsgelände, das etwa 200 Meilen lang ist. In den 50er Jahren hat man von Las Vegas aus den großen Hotels herübergeschaut, wenn dort Atombomben gezündet wurden. Heute werden hier neue Flugkörper getestet. Ca 120 Meilen von Las Vegas entfernt liegt Beatty, ein verschlafenes Nest. Hier übernachten wir, um von hier aus morgen ins Death Valley zu fahren.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

www.reisekladde.de/

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© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor

 

 

Im Ortsprospekt heißt es so schön:

Einwohner: 1500 und zunehmend
Höhe: 1100 m
kein Smog
brillante Sternennacht von jedem Punkt aus

Dieser Exchange Club of Beatty, im Pioneer Territory of Nevada, ist unser Domizil für eine Nacht :55 $. Wir unternehmen einen kurzen Spaziergang durch den Ort, kommen an einem "Antikladen" vorbei, dort erschrecke ich fast als ich die Scheune betrete, denn da sitzt ein alter, bleicher Mann im Lehnstuhl, dem es wohl nicht gut geht. Beim nochmaligen Hinsehen stellen wir fest, das diese Person eine Puppe ist.

Der Prospekt rühmt sich der Filme, die zum Teil hier gedreht wurden: z.B. amerikanische Titel: Cherry 2000, Homer and Eddy, Teile von Star War und Top Gun.

Am Abend sternklare Nacht. Die Sterne funkeln wie im Prospekt verkündet. Unser Casino, übrigens erbaut 1906, taucht sich in hunderte Flashlights. So funkeln nicht nur die Sterne. ... Auf dem Parkplatz reiht sich Auto an Auto. Glücksspiele sind überall erlaubt in Nevada.

Wir spielen auch, allerdings mit den Gedanken und gehen früh schlafen.

Nächste Etappe: Death Valley - Las Vegas
 

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