Reisebericht: Chicago

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Reisebericht: Chicago

Reisebericht: Chicago und Florida Reise

Chicago: Cultural Center, Music Mart, Magnificent Mile,
Art Institute of Chicago, Navy Pier, Loop, Field Museum,
Museum of Science and Industry
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1999
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Hannover – Frankfurt – Chicago
17. Oktober 1999

Da es keine Abendflüge nach Amerika gibt, stehen wir wieder um 4.00 Uhr auf. 4.45 Uhr Abfahrt nach Hannover. Diesmal kein Regen. Wir parken im Parkhaus Nord. In Hannover schleppende Abfertigung, fast typisch Dienst nach Vorschrift. Keine Werbung bei den ausländischen Gästen.Ein voller Airbus 321/100 der Lufthansa bringt uns in 45 Minuten nach Frankfurt/M. Es geht zügig weiter. Wir checken bei United Airlines, dem amerikanischen Partner der Lufthansa ein. Die amerikanischen Sicherheitskräfte fragen einen Unsinn. Wer hat die Koffer gepackt, wo wurden sie gepackt, ob uns einer eine Tasche mitgegeben hat, ob wir Bomben oder Handgranaten oder ähnliches mitführen.

Boarding: wir sitzen über dem linken Flügel in einer Boeing 777. Nach dem Start sieht man für kurze Zeit den Jetstream am Flugzeug. Frühstück fällt aus, dafür gibt es gleich Mittagessen. Ria und ich erhalten zum 1. Mal vegetarisches Essen im Flugzeug; Christian hat man nicht berücksichtigt.

Im Flugbegleitheft lese ich : Chicago just seems to inspire hyperbole. The Illini Indian``s word: "Che - can - go" translates both "place of the wild onion" and Great Strindberg: City of big shoulders".

Da fliegen wir also hin in den bequemen Sitzen der B 777und was schießt einem da so alles durch den Kopf? Chicago Bulls; Al Capone; die Kriminalfilme aus Chicago 's Zeit der Prohibition ,Verbrechertum, Maffia, korrupte Politiker Chikago war schon immer eine "windy City". Der Name rührt nicht nur von der Lage am windigen Lake Michigan her, sondern von seinen ungestümen Politikern. Einen weiteren Spitznamen gibt es noch für diese Stadt: "the second city" aus den Jahren als Chicago in der Einwohnerstatistik hinter New York City lag.

Wir fliegen wieder unsere alte Route in die Vereinigten Staaten über Irland, Grönland, Neufundland, die großen Seen und landen gegen 10.30 Uhr Ortszeit auf dem O'Hare – International Airport. Nach dem Auschecken fahren wir mit einer Flughafen bahn von T 3 nach T 5. Hier helfen uns nette Angestellte der S- Bahn, um die richtige Linie, CTA Blue Line bis Monroe – Street, im LOOP nehmen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichen wir die empfohlene Haltestelle.

Nach kurzer Suche finden wir unser Hotel: The Palmer House Hilton,17, East Monroe Street.

Wir haben hier für 6 Nächte gebucht. Die Eingangshalle und die Flure sind sehr schön, alles ist äußerst gepflegt. Dieses Hotel ist das älteste Hilton in Nordamerika, es existiert seit 125 Jahren. Die Decke der Lobby ist einfach "himmlisch". Ria meint, man stände in der Sixtinischen Kapelle.

Wir wohnen im 14. Stock, Zimmer 213. Das Zimmer ist großzügig, es hat 2 Bäder und 2 begehbare Schränke.

Erster Spaziergang in die heute wirklich "windy city" zur Michigan Avenue, zur "Magnificent Mile". Überall Cows on Parade, Kühe in den buntesten Bemalungen und extravaganten Ausgestaltungen sind in der gesamten Stadt verteilt, laut Prospekt über 262 Viecher.

Nach einem Besuch bei McDonalds schlendern wir wieder zum Hotel zurück. 18.00 Uhr Ortszeit Bettruhe.

Chicago Cultural Center und Music Mart
18. Oktober 1999

Um 3. 00 Uhr sind wir alle wach. Danach schlafen wir bis 7 und gegen 8. 00 Uhr sind wir "stadtfein". Zunächst gehen wir ins James R. Thompson Center zum AAA. Die Verbindung des ADAC mit diesem Verband hat uns schon sehr viel genutzt. Hier versorgt man uns wieder großzügig mit Karten und Tourbooks über Chikago und Florida und für die beabsichtigte Reise nach Westkanada. Zum Gebäude noch eine Anmerkung: Das eindrucksvolle Atrium und die geschwungene Gestaltung waren weniger ein Stein des Anstoßes als die mangelhafte Klimaanlage. So mussten die Angestellten im Winter mit Handschuhen arbeiten. Durch teure Umbauten ist dieses Problem mittlerweile behoben.
 

Chicago (Stadt, Illinois),
Stadt im US-Bundesstaat Illinois und drittgrößte Stadt der Vereinigten Staaten. Sie ist eines der führenden Industrie-, Finanz- und Verkehrszentren des Landes.

Die Stadt erstreckt sich etwa 47 Kilometer entlang des Südwestufers des Michigansees in einem flachen Gebiet, das von den beiden kurzen Flüssen Chicago und Calumet durchzogen wird. Beide sind über Kanäle mit den Flüssen Illinois und Mississippi verbunden, was Chicago zu einem Verkehrsknotenpunkt an der Wasserstraße zwischen dem Mississippital über die Großen Seen und den Sankt-Lorenz-Seeweg bis zum Atlantischen Ozean macht.

Der internationale Flughafen Chicago-O’Hare zählt vom Passagieraufkommen her zu den größten der Welt.

 
Stadtbild

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Stadtbild von Vertretern moderner Architektur geprägt. So wurde der erste Wolkenkratzer der Welt 1885 in Chicago erbaut. Die meisten Architekten, deren Gebäude maßgeblich die Skyline von Chicago prägen, gehörten der Chicago School an. Im Herzen der Stadt befinden sich einige der weltweit höchsten Gebäude, darunter der 442 Meter hohe Sears Tower. Der Bau von hohen Bürogebäuden wird fortgesetzt.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl Chicagos beträgt etwa 2,77 Millionen; in der gesamten Agglomeration leben etwa acht Millionen Menschen. In Chicago ist das kulturelle Erbe der Immigranten stark präsent und Angehörige zahlreicher ethnischer Gruppen leben in der Stadt. So sind z. B. viele Bewohner deutscher, polnischer und irischer Abstammung. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind Schwarze, knapp zehn Prozent sind Nachkommen von Zuwanderern aus lateinamerikanischen Ländern.

Chicago zählt zu den wichtigsten Verkehrszentren der Vereinigten Staaten. Der Hafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Exportgüter wie Eisenerz, Kohle, chemische Erzeugnisse, Textilien, Erdöl und Getreide. Ausländische Schiffe erreichen den Hafen über den Sankt-Lorenz-Seeweg und liefern Autos, Stahl, Fisch und alkoholische Getränke.

Wichtigster Produktionszweig ist die Herstellung elektronischer Geräte, darüber hinaus sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Verarbeitung von Nahrungsmitteln, Druckgewerbe sowie die Herstellung von Präzisionsinstrumenten, Textilien, Stahl, Metallwaren und chemischen Erzeugnissen von Bedeutung. Chicago ist ein bedeutender Messestandort, Sitz einer Wertpapierbörse und wichtiger Handelsplatz auch für Getreide, Fisch und Blumen.

Geschichte

1673 passierten die französischen Forschungsreisenden Jacques Marquette und Louis Jolliet das Gebiet des heutigen Chicago, das von den hier lebenden Indianern "Checagou" genannt wurde. Etwa ein Jahrhundert später errichtete Jean Baptiste Point du Sable, ein haitianischer Händler afrikanischer und französischer Abstammung, die erste ständige Siedlung nahe der Mündung des Flusses Chicago. Bis 1837 betrug die Einwohnerzahl aufgrund der Hafenausbauten und des Baubeginns an Illinois- und Michigankanal etwa 4 000. Der Bevölkerungszuwachs war rapide, und wurde durch die Fertigstellung des Kanals 1848 sowie den Bau der Eisenbahn Anfang der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts vorangetrieben. Schon bald entwickelte sich Chicago zu einem großen Eisenbahnknotenpunkt und einem bedeutenden Industriezentrum.

Immigrantenströme aus Europa, vorwiegend aus Polen, Juden, Russen, Tschechen, Litauern, Serben, Italienern und Griechen bestehend, trugen zur ethnischen Vielfalt der Stadt bei.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt wiederholt Schauplatz sozialer Auseinandersetzungen. Bei Demonstrationen von Industriearbeitern zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Anhebung der Löhne kam es z. B. beim Haymarket-Aufstand im Mai 1886 und beim Pullman-Streik im Juni 1894 zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die zahlreiche Menschenleben forderten.

Bis 1890 hatte die Einwohnerzahl Chicagos aufgrund der Eingemeindung mehrerer Vororte die Millionengrenze überschritten. Im Sommer 1919 kam es in den gesamten Vereinigten Staaten zu Rassenunruhen, von denen die schwersten in Chicago ausgelöst wurden. In der Zeit der Prohibition (1919-1933) war Chicago für Alkoholschmuggel, Gangster wie Al Capone und Bandenkriege, tragisch verkörpert im St.-Valentins-Massaker 1929, berüchtigt. Die Bevölkerung der Stadt nahm weiterhin zu, bis sie 1950 ihren höchsten Stand von über 3,6 Millionen Einwohnern erreichte. In den letzten Jahrzehnten wurde der Straßenbau intensiviert und eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den Slumgebieten angestrebt, um den städtischen Verfall einzudämmen.

Vom Thomson Center an der Randolph Street gehen wir zum Chicago Cultural Center in die Washington Street. Hier ist auch das städtische Informationsbüro untergebracht. Im Gebäude sind verschieden Ausstellungen. Eine Ausstellung nennt sich BOOKISH. Hier haben sich einige lokale Künstler am Buch als materiellen Gegenstand ausgelassen: z.B. geschredderte Bücher in einem Aquarium, (von Marc Artander: The rise and the fall of the third Reich) ein anderes Buch mit Plastikzähnen, in einer Ecke gestapelter Bücherhaufen (Buzz Spector: studio installation und noch verrückter eine Art Kurzpeitsche mit Papierstreifen (Willaim Drendel : The Starr Report. Beat yourself America) und nicht zu vergessen die Lesemaschine. Ein Skelett steht vor einem Lesepult und liest vernehmlich aus einem Buch,( Ino Cook: readings from the book), wobei sich der Unterkiefer wie beim Sprechen bewegt.

Im angeschlossenen Museum of Broadcast Communications wird die Entwicklungsgeschichte von Radio und Televison auch anhand witziger Werbefilme und amerikanische Fernsehserien aus den Jahren 1959 bis 1970 gezeigt. Besonders beeindruckend ist die gläserne Domkuppel aus dem Hause Tiffany. Ein kleines Fahrradmuseum ist ebenfalls angeschlossen und wird besichtigt.

Wir gehen weiter zur Magnificent Mile. Die prächtige Meile ist eine der teuersten Einkaufszeilen der Welt. Alle einschlägigen Luxusgeschäfte sind hier zu finden. Hier wir die M M auch Miracle Mile genannt und erstreckt sich auf der North Michigan Avenue zwischen Oak Street und Grand Avenue und ist in der Tat genau eine Meile lang. Die Hochhausfassadengestaltung ist schon wert fotografiert zu werden. "Und nach einer Weile wird es zur Gewohnheit, während des Gehens eine andere Perspektive zu wählen und nach oben zu schauen. Fassaden aus Glas und Stahl , Simse, Ornamente, Fenster, Prärie – Stil, Art-deco und Postmoderne – diese ungewöhnliche Stilmischung zu betrachten, kann ein spannender Zeitvertreib sein". Wie kam es dazu?

Als die Kuh von Ms. O'Leary im Jahre 1871 eine Öllampe umstieß, setzte sie zuerst den Stall und ganz Chicago in Brand. Dieses Desaster war gleichzeitig ein architektonischer Glückfall.

"Neue Materialien wie Zement und Terrakotta wurden angewendet, und da OTIS gerade den Fahrstuhl erfunden hatte, konnte höher gebaut werden als je zuvor. Die Stadt von Daniel Burnham, Dankmar Adler und Louis Sullivan, von Ludwig Mies van der Rohe und Frank Lloyd Wright, von Frank Gehry und Helmut Jahn spiegelt eindrucksvoll Großstadt – Architektur der letzten 100 Jahre. Chicago - typisch ist auch das Konzept, Skulpturen als öffentliche Kunst zu betrachten und inmitten der Straßenschluchten und auf Plätzen sichtbar zu machen – Picasso, Miro und Chagall sind mit großformatigen Meisterwerken vertreten.

Chicago School (Schule von Chicago), Richtung der amerikanischen Architektur, deren Vertreter im späten 19. Jahrhundert in Chicago arbeiteten und die Stahlskelettkonstruktion im Hochbau entwickelten. So entstanden nach dem Großbrand von Chicago (1871) Bauwerke, die für die Architektur des 20. Jahrhunderts als wegweisend galten. 1885 errichtete der Architekt und Ingenieur William Le Baron Jenney das zehnstöckige Home Insurance Building (abgerissen 1927) in Chicago, wobei zum ersten Mal die Skelettbauweise zur Anwendung kam, also Eisensäulen und Stahlbalken Decken und Wände trugen, eine Bauweise, die maßgeblich wurde für die sichere Konstruktion von Hochhäusern und Wolkenkratzern.

Führende Architekten der Gruppe waren Louis Sullivan, Daniel Burnham, William Holabird und Martin Roche, die alle im Chicagoer Büro von Jenney arbeiteten. Gemeinsam zeichneten Holabird und Roche verantwortlich für Stahlskelettkonstruktionen wie das Tacoma Building (1889, abgerissen 1925). Burnham und der talentierte John Wellborn Root gründeten ein Architekturbüro, das so bedeutende Bürogebäude wie das Rookery (1886), das Monadnock Building (1891) und das Reliance Building (1895) baute. Burnham entwarf auch den ersten dreieckigen Wolkenkratzer New Yorks, das berühmte Flatiron Building (ursprünglich Fuller Building), das aus dem Jahr 1902 stammt. L. H. Sullivan, der als genialster Kopf der Gruppe galt, baute mit Dankmar Adler das Auditorium Building (1890), eine Kombination aus Hotel, Büroturm und Theater mit perfekter Akustik (renoviert 1968), und das Wainwright Building (1891) in Saint Louis, das als Inbegriff des Stiles der Schule von Chicago gilt, was die Kombination von funktionalistischer Klarheit, Terrakotta- und Metallelementen betrifft. Sullivan baute das Kaufhaus Carson, Pirie und Scott (ursprünglicher Name: Schlesinger and Meyer; 1899-1904), dessen eigentlich schmucklose Fassade aus Glas und Stahl durch reich verzierte Eisenplatten verkleidet wurde. Die Prinzipien der Chicago School hinsichtlich funktionalistischer Klarheit und organischer Ausschmückung wurden weitergeführt durch Sullivans Schüler Frank Lloyd Wright. Second School of Chicago wird die von L. Mies van der Rohe beeinflusste Wiederbelebung der Schule von Chicago in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts genannt.
 

Wir besuchen den Music Mart at dePaul Center. Im Untergeschoss befinden sich zahlreiche Musikalienhandlungen, u.a. Les Pauls – Gitarren und eine Vorführungsfläche. Von hier gehen wir zum Chicago – Place, Mit Art-Deco Elementen versehen hat Chicago Place den schönsten Eingang aller shopping- center. Die mit Eisen eingefassten, getönten Fenster sind eine Anleihe aus der Chicagoer Schule.

Hier im 8. Stock essen wir bei PANDA chinesisch und haben von dort einen herrlichen Blick auf die Glasfassade und die Stadt. Unsere Spaziergang führt uns weiter zu NIKETOWN. Nach wie vor einer der meistbesuchten Shops in ganz Chicago. Wir suchen nach Basketballschuhen für Christian. Doch Niketwown ist mehr Museum als Verkaufsladen. Die Preise sind relativ hoch.

Wir kehren bei Dunkelheit zurück ins Hotel. Im Dunkeln haben die Wolkenkratzer eine gespenstische Größe. Die S-Bahn rattert über uns im LOOP vorbei.

 
Wir machen es uns gemütlich. Schön, dass wir so ein großes Zimmer haben. Es ist Fernsehabend. Bei einer Flasche Wein sehen wir uns den Film "Outbreak" mit Dustin Hofmann an. Den Schluss verpasse ich: eingeschlafen.

Museum of Contemporary Art und Art Institute of Chicago
19.Oktober 1999

7. 00 Uhr wach. Alle haben gut geschlafen. Das ist gut, denn der Tag wird anstrengend. Ria kocht den Kaffee. Die Zeitung US-TODAY hängt schon an der Zimmertür.

Bericht über Hepatitis C in amerikanischen Gefängnissen und über eine neue chemische Waffe der US – Armee. Autohersteller NISSAN entlässt weltweit 2000 Angestellte. Eine Notiz aus Deutschland ist nicht zu finden.

Anschließend Aufbruch zu den o.g. Museen. Ich hatte zu Hause im Tourbook festgestellt, dass an bestimmten Wochentagen bestimmte Museen freien Eintritt gewähren. So hatten wir uns einen Museumswochenplan erstellt.

Chicago ist Sitz mehrerer Museen, zu denen u. a. das Kunstinstitut von Chicago (gegründet 1879), eines der größten Kunstmuseen des Landes, das Field Museum zur Naturgeschichte (1893) und das Du Sable Museum zu Afroamerikanischer Kunst gehören. Im Hyde Park befinden sich das Orientalische Institut und das Wissenschafts- und Industriemuseum (1893). Im Lincoln Park sind die Chicagoer Akademie der Wissenschaften (1857) und die Chicagoer Geschichtsgesellschaft (1856) ansässig. Erwähnenswert ist außerdem das zeitgenössische Kunstmuseum (Museum of Contemporary Art).

Zuerst gehen wir zum Art Institute. Doch dieses Museum öffnet erst gegen 10.30. Da es unweit vom Hotel liegt marschieren wir erst in das Museum of Contemporary Art in der Chicago Avenue.

"In dem architektonischen Prunkstück wird sich moderner Kunst multimedial genähert. Calder, Magritte, Paschke und Warhol sind zu sehen. Die interaktiven Videoinstallationen und die Fotografien neuer Talente sind aber fast noch spannender".


Zur Zeit sind interessante Ausstellungen von folgenden Künstlern zu sehen: Eija Liisa Ahtila: Filmdramen aus dem täglichen Leben; Laylah Ali zeigt kleine aggressive Papierarbeiten; Beat Streuli zeigt Fotografien von Menschen in der Stadt; Malik Sidibe zeigt Bilder aus Westafrika aus der Zeit von 1962 –83; Robert Heinecken zeigt fotografische Kunst.
Vom Terrassencafe hat meinen einen schönen Blick auf den Michigan See. Wir gehen zum Seeufer und hier mit einem imposanten Blick auf die Silhouette der Stadt schlendern wir am See entlang zur Navy Pier.

Jede Stadt am Wasser hat in Amerika ihre Fisherman's Wharf. Auf dieser Pier , bereits 1916 als Amüsierbetrieb eröffnet, reihen sich shop an shop, Lokal an Lokal. Nur für Kinder interessant das Kindermuseum, Riesenrad und Karussell mit handbemalten Tieren und ein kleiner botanischer Garten. Von hier aus kann man Bootstouren über den Michigan See erleben. Christian bekommt plötzlich starkes Nasenbluten. Eine ältere Frau an ihrem Stand hilft ihm gleich mit Eis.

Von dort laufen wir an einem Highway entlang und gelangen endlich zum THE ART INSTITUTE OF CHICAGO, das zur Weltausstellung 1893 gebaut wurde.

Das Art Institute, in dem Exponate aus 4 Jahrhunderten zu sehen sind, zählt insbesondere wegen seiner Gemäldesammlungen (13. Jahrdt. bis zur Gegenwart) zu den führenden Museen der Welt. Neben Werken von Rembrandt (bzw. Schule) genießen vor allem die Gemälde der Impressionisten und Postimpressionisten (Monet, Renoir, Degas, Matisse, van Gogh, Matisse, Cesanne, Feininger Braque u.a. ) internationale Anerkennung. Auch US - amerikanische Maler wie Singer und Wood sind vertreten. Hier hängen laut Reiseführer mehr französische Impressionisten als sonst wo Aber auch umfangreiche chinesische, japanische und koreanische Ausstellungen sind zu sehen. Auch bewegte Videokunst ist zu sehen. Während Ria und Christian nach Salvadore Dali noch Ausschau halten, gehe ich schon zum Hotel zurück. Kunst ist anstrengend.

Loop und Field Museum
20. Oktober 1999

LOOP
"Wer vom LOOP spricht meint Chicago Downtown, genauer die Gegend, die von der Hochbahn EL in Form einer Schleife befahren wird. Manche Ecken im LOOP wirken heruntergekommen, vor allem dort, wo sich der kreischende EL wie auf Stelzen durch die Straßenschluchten schiebt.

Von Oben sieht alles anders aus. Im LOOP entstanden die Bahnhöfe und Piers, mit Theatern, feienen Lokalen und Hotels. Hier im LOOP sind die großen Versicherungsgesellschaften und Banken vertreten, sowie das renommierte Art Institute"

Nach dem Frühstück und Zeitungslesen wandern wir wieder los. Wir gehen die State Street Richtung Süden. Die Gegend wirkt ärmlicher und alt und unsicher.

Am Chicago Police Headquarters steht an einer Tür: Only Criminal Register. Im Foyer eine große Glasvitrine mit Polizeisternen. Wir biegen ab zum Museum. Auf einem Parkgelände blühen noch schöne Herbstblumen. Das Museum selbst liegt nahe am Lake Michigan am Lake Shore Drive. Ein Bau wie die Walhalla, 1893 errichtet, ist es eines der führenden naturwissenschaftlichen Museen der Welt (laut Tourbook) mit 19 Millionen Sammelstücken. Eine Dauerausstellung über Altägypten mit Mumien, Gräbern und nachgestellten Bestattungszeremonien als auch u.a. eine ausführliche Darstellung über das Leben der Völker in Asien und Ozeanien sind zu bewundern. Ein Versammlungshaus er Maoui ist im Original aufgebaut. Wir essen natürlich im MCD ONALD des Museums und erstehen 2 schöne Trinkbecher mit Kuhmotiven der Cow on Parade. Als die Museumsmüdigkeit uns einholt ziehen wir los und wandern am See entlang. Die Silhouette wie in Toronto tut sich auf mit Wildgänsen überall. Wir gehen noch einmal zum Museumshop des Art Institute, wo Ria ein Paar Bücher ersteht. Danach einkaufen und ab ins Hotel.
 

Chicago Cow Parade
Chicago Cow Parade

 

Chicago Cow Parade
Chicago Cow Parade

 
Museum of Science and Industry
21. Oktober 1999

Der "freie Eintritt" treibt uns heute in Richtung Süden, nämlich mit der Green-line bis CARFIELD, eine ärmliche Vorstadtgegend. Von der S-Bahnstation wollen wir durch den Park zu Fuß zum MUSEUM OF SCIENCE AND INDUSTRY im Jackson Park. Wir laufen und laufen und laufen und es scheint endlos zu sein. Wir fragen nach dem Weg und man weist uns zurück nach Carfield um dort den Bus zu nehmen. Endlich sind wir da. Ein riesiges Areal erwartet uns in über 75 Ausstellungssälen. Schulklassen wälzen sich von einem Raum zum anderen. Überall Wissenschaft zum Anfassen für jeden ob jung oder alt, groß oder klein. Knöpfe drücken, an Kopfhörern lauschen, Videofilme anschauen. Von Luft- zur Raumfahrt (Apollo 8), von der Straße über Schiene zum Wasser, hier das deutsche U-Boot U505 aus dem 2. Weltkrieg. Hier kann man Erstaunliches aus Physik und Chemie erfahren. Nach ein paar Stunden sind wir fußlahm und hörgeschädigt. Wir warten draußen bei herrlichem Wetter auf unseren Bus. Mir wird das zu dumm. Ich schaue mir den Fahrplan an und stelle fest, dass Buslinie 10 nur an Wochenenden fährt. Interessanterweise warteten immer mehr Leute auf diese Linie. Buslinie 55 ist die richtige. Beim Warten an der Haltestelle treffen wir eine Schulklasse aus Chemnitz, die einen netten Eindruck hinterließ.

Wir bummeln noch ein wenig, besuchen Buchhandlungen und wieder zu PANDA essen. Dann von hier zum Hotel und Feierabend.

Geburtstag und Packen
22. Oktober 1999

In den letzten drei Jahren habe ich meinen Geburtstag in Amerika verlebt: 1997 in Manassas, 1998 in Globe/Phoenix und 1999 in Chicago. Wir lassen den Tag ruhig angehen. Noch ein abschließender Bummel durch die Geschäftsstraßen zum Music Mart. Dort hören wir kurz einer Jazzcombo zu, die uns allerdings nicht überzeugte; also weiter zum Merchandise Mart, einem Warenhaus, das den Kennedys gehören soll. Von außen viel versprechend, doch innen nur wenige attraktive Geschäfte; hauptsächlich Möbel und Antiquitäten und sonstige small shops Ria bekommt starkes Nasenbluten. Und dann der Höhepunkt, das Abendessen.. Ein Angebot von Ria doch in das schöne Berghoff Restaurant zu gehen, wird von mir aus Kostengründen abgelehnt. Wir finden kein geeignetes Lokal und gehen zu TAZA. Ein "scharfe" Küche. Ria und Christian wählen ein Huhn nach Jamaikanischer Art und verätzen sich Zunge und Hals. Ich nehme Amish chicken, das sieht auch besonders ärmlich aus. Das Schlafen wird dadurch etwas unruhig.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Kontakt via: kontakt@reisekladde.de

© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor

 

 

Es sei noch erwähnt, dass wir auch das John Hancock Center gesehen und den Sears Tower, doch wollten wir die überhöhten Eintrittpreise für die Lifts nicht zahlen.

Weil Chicago zumeist als ungemein schmutzige Großstadt dargestellt wird, tut eine kleine Korrektur not. Es gibt dort 430 grüne Parks, lange und schöne Strände.

Auch eine andere Eigenart der Stadt muss erwähnt werden, das Klima. Im Sommer ist es furchtbar warm, mit Temperaturen bis +40 Grad.

Im Winter lassen kalte Winde, die von Kanada herunterwehen, das Thermometer oft auf -30 Grad fallen.

Nächste Etappe: Jacksonville - Cape Canaveral - Miami
 

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