Reisebericht: Fayettville - Cherokee - Charleston

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Reisebericht: Fayettville - Cherokee - Charleston

Reisebericht: Washington-Atlanta Reise

Fayettville, Cherokee, Cimney Rock, Charleston,
Athens, Arlanta
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2001
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Fayetteville GA
8. April 2001

Nach gutem Frühstück und bei sommerlichen Temperaturen fahren wir über den I20 West nach ARBOR Place, einer riesigen und schönen Mall. Da Sonntag ist im Bible Belt, wird es gegen 12.00 geöffnet. Der Officer, der den Verkaufspalast bewacht lässt uns einen Blick reinwerfen. Wir sagen, dass wir wiederkommen und bedanken uns. Weiter Richtung Birmingham. Im Stanley-State-Park machen wir Halt. Den Eintritt von 2 USD bezahlt man, indem man aus einem Automaten ein nummeriertes Couvert zieht und das Geld hineinlegt und in einen Briefkasten in den Automaten steckt. Ein anhängender Zettel mit der gleichen Nummer hängt man an den Innenspiegel. Somit genügen Stichkontrollen eines Rangers.

Wir spazieren um einen See, an dem überall schöne Parkbänke und Tische stehen. Die Dogwood und der Seidelbast blühen. Wir holen unsere Verpflegung aus dem Auto und machen Picnic. Auf dem Rückweg nun in die geöffnete Arbor Place Mall. Beim Chinesen essen wir. Hier in den Malls stehen überall PC mit denen man kostenlos im Internet surfen kann. So rufen wir unsere Emails ab. Zurück auf dem I 20 East-Atlanta Southbound auf den HWY 85 South in Richtung Fayetteville. Plötzlich will der Motor oder das Getriebe unseres Wagens nicht mehr.Das Auto wird immer langsamer. Wir finden unser Ziel: Holiday Inn Express. Es sei nur noch ein Kingsize Bed frei. Wir gehen in das Zimmer und finden dort gebrauchtes Geschirr usw vor. Wir reklamieren sofort und siehe da, es ist doch noch ein schönes Doppelbett-Zimmer frei. Bei AVIS in Atlanta angerufen. Man sagt uns ein Ersatzfahrzeug zu. Es ist 18.00 Uhr Ortszeit. Wir machen einen Spaziergang und rufen gedankenlos Oma an. Es meldet sich niemand. Wir legen auf und bemerken erst, dass es dort 1.30 nachts ist. Kurz darauf kommt schon ein netter farbiger Fahrer mit einem Buick le Sabre. Austausch ohne Probleme. Abends noch mit Christian telefoniert.

Fayetteville GA
9. April 2001

Morgens um 9.30 kommt Christian mit seiner Gastfamilie vorbei. Mike finden wir gleich sehr sympathisch, seine Frau ist ebenfalls sehr herzlich. John und Adriane lernen wir auch kennen. Wir verabreden ein Treffen am Nachmittag. Wie fahren zu ihnen nach Hause. Ein nettes amerikanisches Haus im Grünen. Mike sagt, dass sie bald ein neues Haus bauen in einem kleinen Wald mit einem schönen blauen See. Er zeigt uns mit Sheila ihre Stickerei. Wir fahren mit Mikes Wagen nach Tyronne zur Partnerschule des Lessinggymnasiums in BS-Wenden. Der Parkplatz ist riesig. Christian erzählt, dass es bei der Zufahrt morgens immer Staus gab. Wir fahren weiter nach Peachtree - City. Eine sehr schöne Gegend mit viel Grün und schönen Seen.

Abends laden wir alle zum Essen ein, all you can eat. Wir bedanken uns noch einmal für die Gastfreundschaft die Christian erleben durfteund verabschieden uns. John werden wir ja in 2 Monaten wieder sehen.

Von Fayetteville zu den Cherokee
10. April 2001

Nach einem unruhigen Schlaf – gestern abend
"all you can eat" – fahren wir nach einem gutem Frühstück gegen 11. oo Uhr in Richtung Norden. I 85 N Atlanta. Die erste Mall wird besucht; groß aber uninteressant. Weiter auf I 85 Commerce. In einem Outlet-Center kauft Christian sich zwei Jeans. Es ist windig. Ein Einkaufswagen gerät außer Kontrolle rammt ein Auto und beschädigt es. Nach einem kurzen Imbiss weiter bis Cormelia und dann auf HWY 441 weiter Richtung Norden. Hinter Clayton auf den Scenic HWY 441. Sehr schöne Landschaft. Wir übernachten in Franklin.
 

Cherokee und Chimney-Rock
11. April 2001

Von Franklin fahren wir bei heißem Wetter in Richtung Great Smoky Mountains NP. Wir erreichen Cherokkee Indian Reservation in Western North Carolina.

Hier ist Rummel und man findet Motel an Motel; ein Casino ebenfalls. Ein riesiger Indianer hebt die Hand zum Friedensgruß.

Die Cherokesen gehören zum Stamm der nordamerikanischen Irokesenindianer (rund 40 000), ursprünglich Maispflanzer in den Appalachen; ein großer Teil wurde 1838/39 zwangsweise nach Oklahoma umgesiedelt. Die Cherokee sind einer der fünf zivilisierten Stämme.

 
Das Gebiet der Cherokee reichte einst vom Ohio Fluss bis nach Georgia und Alabama. Der Stamm war schon früh eine zivilisierte Nation mit festen Dörfern, Ratshäusern, Agrarwirtschaft und einer eigenen Zeitung und Schrift, die von Sequoya entwickelt wurde. Die Apalachen Berge waren für die "Ani'-Yun'wiya", wie die Cherokee sich selbst nennen, das Zentrum der Welt. Jahrelange Kämpfe mit den Engländern und später mit den Amerikanern reduzierten die Zahl der Stammesmitglieder stetig. Chickasaw und Choctaw Krieger kämpften mit den Weissen gegen die Cherokee und zerstörten deren Siedlungen. Auf Betreiben des U.S. Präsidenten Andrew Jackson, der heute von jedem 20$ Schein auf seine Vergangenheit zurückblickt, wurden 15.000 Cherokee nach Oklahoma umgesiedelt. Der berühmt-berüchtigte Marsch der Tränen kostete fast der Hälfte der Indianer das Leben. Die etwa tausend zurückgebliebenen Cherokee wurden zur östlichen Gruppe und lebten mehr schlecht als recht verstreut in der ursprünglichen Heimat. Noch 1900 wurden sie vom Staat North Carolina als Mündel der Regierung und nicht als Bürger gesehen. Erst 1930 durften sie wieder wählen.

Erst als 1934 der Great Smoky Mountains National Park eingeweiht wurde, begannen sich die östlichen Cherokee durch den einsetzenden Tourismus zu erholen. Heute, auf ca. 9000 Mitglieder gewachsen, ist dies auch die Haupteinnahmequelle des Stammes. Dutzende Hotels, ein Touristenladen nach dem anderen und Cherokees als "Plains-Indianer" verkleidet, begleiten einen auf der Hauptdurchgangsstrasse in der Stadt Cherokee, im äussersten Osten von North Carolina. Mit einem Drama, Unto These Hills, in einem offenen Theater in den Bergen, präsentiert der Stamm seit 40 Jahren seine Geschichte und die Vertreibung nach Westen. Die Stadt verfügt über ein ausgezeichnetes Stammesmuseum und einem nachgestellten Dorf aus dem Jahre 1750.

Noch etwa zu den Great Smoky Mountains: Hier an der Schnittstelle zwischen Tennessee und North Carolina schwingen sich die Appalachen zu beachtlichen Höhen auf. In den Great Smoky Mountains gibt es ein Dutzend Zweitausender, die häufig von Nebel und Wolken umgeben sind – das ist der "Rauch" der ihnen den Namen gab.
 

Hier in Cherokee beschließen wir nicht in die kühlen Bergregionen nach Norden zu fahren, sondern biegen ab in Richtung Osten. Mike sagte, dass man sich unbedingt den Chimney Rock anschauen sollte. Also los.

An der US 74 südöstlich von Asheville machen wir Halt unterhalb des Schornsteinfelsen. Man kann ein Stück hochfahren und nimmt dann für 10 USD den Fahrstuhl. Die Battert - Felsen im Nordschwarzwald sind schöner.

So machen wir, dass es sich bewölkt unterhalb des Felsens Picnic. Wir genießen die Landschaft aus der Froschperspektive und lassen es uns gut gehen. Übrigens hier wurde Coopers "Der letzte Mohikaner" neu verfilmt.

Nach dieser erholsamen Pause geht es weiter nach Spartanburg. Hier übernachten wir sehr preiswert im Wilson World Hotel.

 
Charleston
12. April 2001

Es ist heiß und bewölkt. Wir fahren über Columbia I 20 East in Richtung Charleston. Aus den Couponheften, die es in jedem Visitorcenter an den Interstates gibt, hatte Christian unsere Übernachtung schon ausgesucht. Doch es war nichts mehr frei. Die Stadt voller Touristen. Also parken wir im Zentrum und schauen uns die historische Viertel an.

ADAC: Es gibt eine Stadt am Atlantik, die das Zeug dazu hat, alle anderen kolonialen Gründungen an Charme und Schönheit zu übertreffen: das zwischen Ashley und Cooper River gelegene Charleston. Seit dem 17. Jh. war es Handeiszentrum —auch für Sklaven. Flanieren Sie an schönen Burgerhäusern vorbei, machen Sie eine Bootstour nach Fort Sumter, wo der Bürgerkrieg begann, und genießen Sie Parks und Gärten an der Battery, der Promenade am Wasser. Charlestons Küche ist für alles berühmt, was aus dem Meer kommt (ein leckerer Tip: Hyman's Seafood Company, 215 Meeting Street, und die Stadt selbst für ihr gesundes großbürgerliches Selbstbewusstsein. Und dann ist da noch der kleine Tordurchgang gleich neben dem Heyward-Washington Hause (89-9 1 Church Street), der von einem feuerroten Schild als Catfish Row identifiziert wird:

Hier, in der früheren Cabbage Row ist der Schauplatz für Gershwins Musical "Porgy and Bess." Deutlich spürbar ist das Flair des Alten Südens auch in der Boone Hall Plantation mit dem original erhaltenen Herrenhaus und - eine Rarität in den USA - -den Ziegelbauten der Sklaven (wenige Kilometer nördlich Richtung Georgetown).

Wir fahren raus nach Northwood und finden im Couponheft das Quinta Motel.

Athens
13. April 2001

Heute ist Fahrtag. Ria fährt sehr gut. Es ist starker Verkehr. Es geht I26 bis Columbia dann auf I20 bis Augusta. Hier findet Christian in einer Mall endlich wieder seine Nike Schuhe. Übernachtung im Travelodge.

Zwischen Charleston und der Grenze zu Georgia erstrecken sich die malerischen Sea Islands, von denen besonders Edisto Island mit vielen alten Häusern einen Abstecher wert ist. Der hübsche Ort Beaufort wurde im 18.Jh. durch seine besonders seidige Baumwolle reich, was viele Gebäude heute noch bezeugen. Kurz vor Savannah stoßen Sie auf Hilton Head, einen beliebten Küstenort für Urlauber.

Hier war Christian mit seiner Austauschklasse.

Von Athens bis Atlanta
14. April 2001

Athens, http://www.uga.edu/uga/Athens.html in dem sich um die 1785 gegründete University of Georgia ein kulturell reges Gemeinwesen bildete. In der kleinen Stadt entstanden mehrere stattliche Villen und Residenzen, die heute den historischen Kern bilden.

Um diesen Besitz vor den Unionstruppen zu schützen, goß eine lokale Fabrik eine zweiläufige Kanone, die nun vor der City Hall an eine waffentechnische Pleite erinnert. Der Probeschuss mit zwei durch eine Kette verbundenen Kugeln geriet zum Lacherfolg, weil die eine Kugel statt des ausgemachten Ziels eine Kuh ins Jenseits beförderte, während die andere den Kamin von einem Hausdach fegte.

Nach einem kurzen Besuch von Downtown und natürlich o.g. Kanone besucht fahren wir hinaus in den Botanischen Garten, der sehr gepflegt ist und von der Uni betreut wird. Es geht weiter auf HWY 176 N, dort soll ein Swamp sein, den wir leider nicht finden, so denken wir zurück an Okefenokee.

Ria fährt auf I 20 bis Atlanta Nordcross. Hier finden wir Mall und Motel. Da es heiß ist, sind wir auch kaputt vom Fahren und schlafen schnell ein.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

www.reisekladde.de/

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Atlanta - Amsterdam
15. April 2001

Letztes Einpacken und ab zum Flughafen. Unterwegs päötzlich ein schweres Unwetter. Wahre Eimer voll Wasser ergießen sich, so dass Ria ganz vorsichtig und konzentriert fährt. Uns überholen viele Verrückte. Zahlreiche Auffahrunfälle. Gott sei Dank erreichen wir nach letztem Tanken AVIS-Retour.

Hier gibt es Unstimmigkeiten mit der Abrechnung. Wir bestehen auf Prüfung der Abrechnung in Deutschland. Fazit: Mietwagen in Deutschland buchen und bezahlen. Wir hatten das Auto zwar in Deutschland gebucht aber vereinbart vor Ort zu zahlen. So wurden Bereitstellungssteuern am Flughafen berechnet.

Christian und wir checken unterschiedlich ein. Christian bei United Airlines und wir bei KLM. Unsere Maschinen fliegen 1 Minuten zeitversetzt ab. Er über Frankfurt nach Hannover und wir über Amsterdam nach Hannover.

Wir sind am 16. April um 10. 00 Uhr in Hannover. Christian trifft eine halbe Stunde später ein. Aber alle zusammen sind rechtzeitig zu Omas Kartoffelsuppe zu Hause.
 

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