Reisebericht: Okefenokee - Savannah - Macon

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Reisebericht: Okefenokee - Savannah - Macon - Atlanta

Reisebericht: Der alte Süden

Okefenokee, Savannah, Macon, Atlanta
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1998
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Waycross – Okefenokee
Ostersonntag, 12. April 1998

10. 00 Uhr Abfahrt von Tallahassee auf den I 10 East und Hwy 221. Wir frühstücken ausgiebig an einer Rest-Area. Eine Art Parkplatz an der Autobahn. Keine Tankstelle, wohl ein WC eine Informationstafel und ein paar Turngeräte und Bänke sisnd vorhanden. Wir rufen Agnes an dann auf HWY 84 East Richtung Valdosta – Waycross.

Hier suchen wir den Okefenokee Swamp Park.

Wir fahren meilenweit durch menschenleeres Gebiet und drehen zurück auf US1, Hwy 177. Für 52 $ machen wir eine Swamp–Tour.

Okefenokee: "bebende Erde" nannten die Indianer dieses Gebiet. Seerosen, Lilien und Hyazinthen wachsen in üppiger Vielfalt. Mehr als 200 Vogelarten leben und brüten in dem Naturschutzgebiet. Schlangen, Schildkröten und etwa 10.000 ! Alligatoren können sich ungehindert vermehren. Nur die Mücken sind noch zurückhaltend. Gespeist wird das älteste und größte subtropische Sumpfgebiet der USA von zwei Flüssen dem Suwannee River und dem St. Mary´s River. Der Haupteingang liegt bei Folkston.
 

Die einstündige Swamp-Tourführt uns durch wunderschöne und stille Sumpfgegenden führte. Anschließend machen wir Picknick.

Swamp Alligator

 
Super 8 ist wieder unsere Absteige. Anschließend besuchen wir wieder einmal einen WAL Mart. McDonald ist wieder Hoflieferant. Christian steht bald vor dem Hauptgewinn des Monopolyspiels. Ria legt eine Flasche Wein aufs Band an der Kasse. Doch leider wird sie uns an der Kasse weggenommen: "Sonntags nie!"

Im Gemeide-Blatt von Waycross sind ca. 180 Kirchen oder kirchliche Gemeinschaften aufgelistet. Zum Beispiel: Church of Christ Written in Heaven oder Power House of Faith oder Shekinah Glory Fellowship.

Von Waycross nach Savannah
Ostermontag, 13. April 1998

Beim Verkauf von Häusern wird die Nähe guter Schulen betont. Bei den Grundrissen amerikanischer Häuser fehlt der Flur. Fast alle Häuser haben begehbare Kleiderschränke, Küchen sind eingebaut. Toning beds werden angeboten "Bräunungsstudios" und das bei der Sonne hier. Irgendwo ist ein "Crawfish-festival". Wir fahren von Waycross auf den HWY 84 East Richtung Savannah. Es geht durch ein Dorf namens Offermann

"The future plan for it today". Ein Bus mit "State Prisoner" arbeitet an den Straßen. Vor Jesup endlich Baumwollfelder, die gerade geerntet waren. Eine Baumwollpflückmaschine steht noch auf dem Acker. Ria und Christian fahren an ein noch nicht geerntetes Baumwollfeld und fotografieren.

Tafeln am Wege. Life Reader, Bike-line.

God bless our troops and their families.

Trees grow jobs off Mobile Homes appliance.

Kinder: Happy Eastern for yesterday.

Wir fahren an Brunswick vorüber auf dem I 95 North und parken am Visitor Center in Savannah.

Savannah ist Georgias älteste Stadt (1733) und neben Charleston die besterhaltene Kolonialstadt am Atlantik. Am Wasser drehte sich früher alles um "King Cotton" und noch heute verfügt Savannah über den wichtigsten Hafen dieser Region. Heute ist Savannah eine typische Touristenstadt. Der alte Bahnhof ist umgebaut zum Touristcenter. Deutsche in Hülle und Fülle. Trolleyfahrten, Kutschfahrten, Busfahrten werden angeboten. Our feed are made for walking und so maschieren wir los. Die Stadt wirkt britisch. Nur der Verkehr ist fürchterlich. Zum Park hin wird es ruhiger. Viele Antiquitätenläden und immer wieder bildschöne Möbel.

Das Wetter ist einfach toll und wir genießen diesen Rundgang. Bei UPS geben wir die gut ein Dutzend Postkarten auf, die dann erst Wochen nach unserer Rückkehr den Empfänger erreichen

Nach dem Rundgang geht es ab nach Westen in Richtung Macon. Auf dem I 16 West fahren wir auch durch Belfast und Dublin. Irische Ortschaftsnamen überall. Wir suchen ein Motel mit Einkaufsmarkt. Doch wir müssen weiter. In Macon hatte Christian uns bereits ein Travelodge ausgesucht. Das Haus wird von einer indischen Familie geführt. Hier ist ein Indoorpool und das hat Folgen für mich. Doch zuerst wider ins Einkaufsparadies. DILLARD; JC-PENNY; K-MART; WAL MART; BOOKS & MILLION. Es findet sich wieder alles ein. Abends natürlich ko.

Macon
Dienstag, 14. April 1998

Ausschlafen, denn es regnet. Wir bummeln wieder durch unsere Mall. Christian gewinnt bei Big Mac einen Cheeseburger, knapp den Hauptgewinn verfehlt.

Wir kaufen Jeans für Christian. Ich kaufe mir eine TMEX mit 2 Zeiten für 28$. Abends schafft es Christian mich in den Swimmingpool zu locken. Er übt mit mir. Toll! Danach Resteessen, lesen.

Atlanta – das junge Gesicht des Südens
Mittwoch, 15. April

Wir haben schlecht geschlafen. Wir verabschieden uns von unserem indischen Manager. Er wünscht uns " a carefully drive". Noch 68 Meilen bis zur Hauptstadt Georgias. Wir fahren auf dem Interstate 75 weiter nach Atlanta. Am Straßenrand arbeiten wieder State Prisoners. Vor Atlanta ein Truck nach dem anderen. Christian hatte uns ein Travelodge Hotel ausgesucht gegenüber Hilton und Mariott. Ich gehe zuerst rein und frage für 3 Tage. Ein Angestellter : Nein, nur für 2 Tage 89$. Ich sage: "AAA-Member". Daraufhin: 69$ plus tax. Christian zieht wie vereinbart das Couponheft. Antwort: 42$ und 1Tag Fr/Sa für 52$ plus tax. Die Chefin muß entscheiden. Sie stimmt zu. Wir erhalten hier in downtown ein schönes Zimmer. Das Hotel wird zur Zeit renoviert. Leider ist der Swimmingpool daher nicht benutzbar.

Nach kurzer Ruhe erkunden wir die Stadt. Wir schlendern die PEACHTREE AVE hinauf, wo Bankenfassaden und Konzernzitadellen in den Himmel wachsen. Atlanta, so ist zu lesen, hat in seiner kurzen 150 jährigen Geschichte eine Karriere von der Eisenbahnkreuzung im Niemandsland zur modernen, aufstrebenden Kapitale absolviert. Der Weltkonzern COCA COLA, die Fluggesellschaft DELTA AIRLINES und das Kabelfernsehen CNN sind nur drei Beispiele, ja 1996 wurde sie sogar olympisch.

Das PEACHTREE CENTER ist eine zentrale Mall mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Cafes und überdachten Zugängen zu mehreren Hotels. Hier in downtown herrscht ein großer Unterschied zwischen dem Straßenleben und dem Innenleben in den klinisch wirkenden Riesenhotels. Das Plaza muß wohl ein Scheich gebaut haben. Es sieht aus wie ein Traum aus 1001 Nacht. Große Hallen, riesige Teppiche und tausende Glühbirnen und exklusive Ledergarnituren. Wir gehen zu MACY´s und kaufen für Christian Shorts.
 

Der Anteil der Schwarzen liegt bei 80%. Wir kommen zu Underground Atlanta, eine unter- wie überirdisch liegende Restaurant- und Einkaufsmeile.

Früher führten dort Eisenbahngleise entlang, ehe Brücken für Straßenbahnen gebaut und schließlich zu einer Ebene nivelliert wurden.

Das "Untergeschoß" verkam als Kellerdepot, bis Ende der achtziger Jahre Atlantas ziegelgepflasterter Untergrund sein heutiges Gesicht erhielt – mit zu Verkaufsständen umgebauten Oldtimern, T–Shirt Shops; "Crack a Bible, get high on Jesus" - Modeboutiquen – das bekannte Abendmahlsbild nur mit Schwarzen als Jünger Jesu - und Straßencafes. Ich erstehe eine Martin Luther King CD.

Draußen eine große Kommunikationsfläche mit Wasserspielen, und Treppen zum Sitzen.

 
Atlanta: ML King – Center – Coca Cola
Donnerstag, 16. April

Leicht bewölkt ist es heute. Gegen 10. 00 Uhr in die AUBURN AVE. Hier sind wir in dem Viertel wo ML King Pastor war. Wir gehen nach Sweet Auburn, vorbei an der Ebenezer Church und gelangen in das ML King jr. National Hostoric Site. In diesem Center ergreifende Dokumentation seines Wirkens. Durch Video und Bilder eine gute Aufarbeitung der leidvollen Geschichte der Schwarzen. Manche Besucher wischen sich verstohlen die Tränen weg. Eine sehr gute Vergangenheitsbewältigung. Eine Negerin singt laut mit: "Oh Freedom..."

In ein Gedenkbuch schreibt ein 16 jähriges Mädchen, Melissa, aus New York:

I thank Dr. King for what he has done. Now I can go to school with white people an live among thems. I really follow this dreams and I love his dreams and I love one another. I will always remember Dr. King.

Neben diesem Site wird eine neue Kirche gebaut. Auf der anderen Straßenseite befindet sich das ML King Center mit einer Sozialeinrichtung und seinem Grab.

Dr. Martin Luther King, 1929 geboren, der 1964 den Friedensnobelpreis erhielt, wurde genau vor 30 Jahren am April 1968 in Memphis ermordet.

Dieser große Führer der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, der den gewaltlosen Widerstand lebte, sagte am 28. 8. 1963:

"I have a dream that one day on the red hills of Georgia, sons of former slaves and sons of former slave-owners will be able to sit down together at the table of brotherhood.

I have a dream my four children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character. I have a dream today."

Es regnet. Ria nimmt eine Duschhaube als Regenschutz. Wir müssen alle lachen. Zuerst einmal zurück ins Hotel.

Am Nachmittag sehen wir für: Eintritt für 16 $.:
Eine interessante Rückblende in 5 Zeitabschnitten von 1880 – 1970 auf Videoschirmen. Ferner ist die gesamte Werbung seit Gründung des Coca Cola Reiches präsent. Eine in Betrieb befindliche Abfüllanlage ist ebenfalls zu bestaunen. In der Sekunde werden weltweit 10.500 Cokes getrunken. In einem Taste-Room haben wir die Möglichkeit, die verschiedenen vom Cola-Imperium weltweit produzierten "Säfte" zu testen. Ein Getränk aus Japan schmeckte mir am besten. Werbefilme begleiten uns auf allen Etagen. Ein großer giftshop verkauft Kitch zu überhöhten Preisen.

Von Coca Colas Welt bummeln wir wieder in Underground Atlanta. Rummel für Teens und Twens. Überall massiver Polizeieinsatz. Morgen findet hier ein großes Ereignis statt. Black-College 98 Springbreak. Hier in Atlanta treffen sich alle schwarzen (african colored) Studenten der amerikanischen Hochschulen. Strengste Sicherheitsvorkehrungen auf allen Straßen und Plätzen vor und in den Hotels.

Morgens Mc, mittags Mc, abends Mc

Und Du wirst so richtig fett!

So versuchen wir den Hauptgewinn doch noch zu knacken.

All you can read; die Bookstores
Freitag, 17. April 1998

Es ist sonnig und schwül. In Nashville raste ein Tornado durch downtown. Im Nebenzimmer telefoniert jemand die halbe Nacht.

Vom Hotel werden uns gelbe Armbänder verpaßt, als Hotelausweis wegen der bereits genannten Großveranstaltung hier in Atlanta.

Ria fährt mit uns nach Decatour in eine Mall. Wir fahren durch wunderschöne Wohngegenden wie an der Elbchaussee. Dort in einen Buchladen schlagen wir wieder kiloweise zu. Anschließend zu Uptons. Hier kaufen wir schöne Hemden für Christof, Daniel, Christian und für mich. Uptons und Rich´s sind tolle Textilläden, aber sehr teuer. Wieder McDonald und nach Hause zum Packen.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

www.reisekladde.de/

Kontakt via: kontakt@reisekladde.de

© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor

 

 

Good bye and Georgia on my mind
Samstag, 18. April 1998

Gegen 10 Uhr Check out im Hotel. Ria fährt uns sicher zum Flughafen. 3700 km haben wir zurückgelegt. Auf den Nummernschildern der Autos aus Georgia steht Georgia on my mind.

Ich denke an den Song von Ray Charles zurück. Der Shuttlefahrer, ein junger Mann, spricht uns in unserer Muttersprache an und erzählt, daß er auch Braunschweig, Frankfurt, Stuttgart und Esslingen kenne.

Terminal North, KLM. Wir checken ein. Nette Bedienung am Schalter. Mittagessen beim Chinesen. Der obligatorische Taschenbuchkauf wird getätigt. Noch einmal ein kurzer Anruf in Braunschweig. Vom Warteraum aus sehen wir erst was alles an Gepäck und Speisen und Getränke unsere 767 schluckt.

Der Abflug verzögert sich um 30 Minuten. 17.00 Uhr Start. Der Service ist wieder sehr gut. Gegen 6.30 Uhr früh landen wir wieder in Amsterdam. 6 Grad Celsius. Hui. Um 9.55 starten wir weiter nach Hamburg.

Zuhause wartet Oma bereits mit der leckeren Kartoffelsuppe!

Eine schöne und interessante Reise ist zu Ende.
 

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