Reisebericht: Oregon Dunes - Salerm - Mount St. Helena

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Reisebericht: Oregon Dunes - Salerm - Mount St. Helena

Reisebericht: Der Nordwesten

Oregon Dunes, Salerm, Mount St. Helena,
Seattle, Lynden
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2000
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Küstenlandschaften von einsamer Schönheit
23. April 2000

Nach einem guten Frühstück bei Days Inn Abfahrt Richtung Südwesten über den HWY 99 W bis Otis. Hier erreichen wir wieder den HWY 101 und fahren an einer wunderbaren Küste entlang, die uns etwa an die Küste um Big SUR erinnert. Wir sind fasziniert von dieser natürlichen Schönheit. Hier entlang des Pacific Coast Highway wird die Szenerie richtig wild. Sie besteht aus schroffen Felsen und geschützten einsamen Buchten. Im Wasser tummelt sich niemand. Selbst Surfer meiden die Strände. Solche Einsamkeit ist erholsam. Ein Großteil der Küste steht in Oregon unter Naturschutz, ist nicht zugepflastert mit Resorts, Strandhotels und Freizeitparks.

Diese steile Küste mit ihren vorgelagerten Felsklippen war und ist Schiffern ein Gräuel. Zwischen Newport und Florence jagt ein Höhepunkt den anderen. Hier gibt es auch die größten Meereshöhlen der Erde, die Sea Lion Caves. Wir filmen und fotografieren viel.

Einkaufen bei Safeway. Ein junger Verkäufer wünscht uns. "Enjoy our country". Wir genießen die Küste. Die Wellen liegen wie Schieferplatten übereinander. Links der nicht endende Sandstrand und rechts die unendliche nur zu erahnende Weite des Pazifiks. Abends finden wir eine Unterkunft in Florence im Park-Motel. 3 Betten für USD 66. Es ist sehr gemütlich und in Holz gehalten.

Am anderen Morgen erleben wir hier eine andere Müllabfuhrtechnik als allgemein bei uns üblich. Der Container wir über eine Hebevorrichtung vorne über das Fahrerhaus hochgehoben und ausgeleert.
 

Oregon Dunes

 
Oregon Dunes – über Eugene nach Salem
24. April 2000

Wir Fahren Richtung Süden und erreichen die Oregon Dunes National Recreation Area hinter Dunes City.

Der ADAC vermerkt: Als sei ein Stück Sahara im Nordwesten angeschwemmt worden, breitet sich am 70 km langen Küstenstreifen Oregons zwischen Coos Bay und Florence eine wunderschöne Dünenlandschaft aus.

Manche der vom Wind geriffelten Berge aus feinem graugelben Sand sind bis zu 160 m hoch. Hier und da hat sich ein Wäldchen Platz geschaffen oder breiten sich Flecken von Gras aus, das sich mit seinen Wurzeln auf dem losen Grund festkrallt. Als im Landesinnern Berge aus Sandstein Verwitterten, trugen Flüsse und Bäche das Material an die Küste und lagerten es dort auf höchst malerische Weise ab.

Zahlreiche Wanderwege führen durch die exotische Landschaft. Wir genießen die nette Aussicht von einer Plattform und fahren zurück dann über den HWY durch langgedehnte Wälder und fahren bei Eugene auf den I 5 North bis Salem. Besuch im Walmart und dann zum Motel 6.

 
Mount St Helens - Mount Rainer NP
25. April 2000

Von Salem fahren wir Richtung Norden auf dem I 5 und biegen bei Vancouver (Oregon) auf den HWY 503 N weiter nach Amboy und dort zum Mount St. Helens National Volcanic Monument Headquarters. Von Ferne sahen wir den berühmten Vulkan und wollten nahe an ihn ran. Doch leider war der Zugang wegen der Witterungsverhältnisse noch nicht möglich. Da eine Weiterfahrt nicht möglich ist, fahren wir zurück und dann bei Castle Rock auf den HWY 504. Hier wird die Fahrt insofern interessant, da wir uns über das Ausmaß der Eruption 1980 anhand der Aufforstung eine Vorstellung machen können.

Was war geschehen? Es begann im März 1980. eine Serie von Eruptionen erschütterten den 2949 m hohen Vulkan. Am 18. Mai, um 8.32 Uhr, schließlich zerstörte der Vulkan sich selbst. 400 Höhenmeter einer Gipfelflanke sprengte er weg. 57 Menschen kamen ums Leben. Die Wucht des Naturereignisses ließ über die 7 km entfernte Windy Bridge einen 360 Grad heißen Feuersturm mit einer Geschwindigkeit von 400 km /h hinwegrasen. Rund 600 Quadratkilometer verwandelten sich in schlackengraue Wüste. Heute überall frisch aufgeforstet. Hinter Toutle, die ganze Gegend ist noch gekennzeichnet fahren wir Auf HWY 508 dann auf HWY 12 East weiter. die Pässe in Richtung St. Helens sind auch hier geschlossen. Wir beschließen in Richtung Mount Rainer National Park weiterzufahren. Uns gefällt diese urwüchsige Landschaft und wir gelangen nach langer Fahrt durch die Einsamkeit bis Packwood. Hier im frisch renovierten Crest Lodge übernachten wir. Nachts hören wir die Wölfe heulen.

Mount Rainer
26. April 2000

Bei herrlichem Sonnenschein verabschieden wir uns und bleiben noch ein wenig auf dem HWY 12. Halten an, um einige Aufnahmen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Pflanzen zu machen. Die Sonne scheint gespenstisch durch die hohen Tannen. Hier und da flitzen kleine Eichhörnchen und springen behänd und lautlos von Zweig zu Zweig. Ria und Christian suchen mit Ihren Kameras nach geeigneten Motiven.

Wir verlassen den HWY 12 und biegen ab auf HWY 123. Unser Wagen zieht uns mit kräftigem Motor die Passstraße hinauf. Plötzlich sind wir in Schnee und Eis. Durch einen großen Kahlschlag auf der Linken sehen wir einen riesigen weißen Klotz aus Schnee und Eis, ein faszinierender Anblick fern und zeitlos, Mount Rainer. Mit 4292 Metern ist er der König der Vulkanberge der Kaskaden. Ein strahlend weißes Haupt aus Eis und Schnee. Jährlich sorgen ca. 30 m Neuschnee dafür, dass sich an diesem imponierenden Erscheinungsbild nichts ändert. Leider ist die viel gerühmte Pflanzenwelt, die von Blumenwiesen bis zu den tiefgrünen Wäldern aus zottigen Hemlocktannen und Ehrfurcht gebietenden Zedern nur zu erahnen. Schnee bedeckt die Erde ums. Ein Bach stürzt sich rauschend in die Tiefe. ADAC:" Seine majestätische Erscheinung ist an klaren Tagen von mehr als 100 km zu sehen und liefert den Bewohnern von Seattle ihr liebstes Postkartenmotiv." Wir fahren auf der serpentinenreichen Straße wie in einer Bobbahn. Rechts und links hoch gefräster Schnee. Auf der Passhöhe fahren wir auf HWY 410 weiter in Richtung Tacoma. Wir halten noch an einigen wunderschönen Aussichtspunkte und gelangen nach Enumclaw und biegen auf S 169. Ria hatte auf der Karte eine "besondere Attraktion" entdeckt. Über ein paar verwinkelte Abzweigungen fährt sie uns in den FLAMING GEYSER STATE PARK.
 

Die Sonne scheint warm und das erste saftige Grün des Parks tut uns gut. Christian, Ria und ich machen uns auf um an dem "Geysire Trail" welche zu finden. Zwar weisen Schilder auf verschieden benannte Geysire hin, einer heißt "flaming Geyser", doch sie sind stumm. Keine Flamme, keine kochender Wasserausbruch. Wir haben Mitleid mit diesen stummen Zeugen der Erdgeschichte. Wir wandern weiter unseren Trail entlang und kommen nach einer halben Stunde an unseren Ausgangspunkt zurück.

Ein Wunder ist geschehen. Flaming Geyser zeigt uns eine kleine lodernde Flamme wie am "Grabmal des unbekannten Soldaten". Liebevolle Mitmenschen haben an unserer Sprache vielleicht die weite Anreise gedeutet und wollten uns nicht enttäuscht von dannen ziehen lassen. Wir sind dankbar und halten dieses entzündete Naturereignis mit unseren Kameras fest. Im Freien auf einer Bank im schönen NP machen wir Vesperpause und fahren nach Tacoma und von dort in eine riesige Mall und weiter nach Seattle und übernachten im Emerald Inn.

 
Seattle
27. April 2000

Roland hat Geburtstag. Wir rufen in Myhl an. Dort sitzt man beim Abendessen zusammen, während wir gerade frühstücken.

Das gute Wetter verlässt uns. Seattle in diesigen Regenwolken. Wahnsinniger Verkehr auf dem I 5. Wir fahren von Norden wieder Richtung Süden und dort Downtown. Von Weitem grüßt das bekannte Wahrzeichen der Stadt – Space Needle -, der futuristische Turm mit Ausblicksterrasse und Restaurants ist 185 m hoch. Leider zur Zeit wegen Renovierung geschlossen. Neben dem Interstate liegt die riesige Flugzeugwerft von Boeing mit dem werkseigenen Flugplatz, von dem sich Flugzeuge in den Himmel röhren.

Ria wühlt sich durch die Innenstadt. Am Pike Place Market vorbei, der 1907 gegründet wurde. Um die Markthallen pulsiert das Leben in Straßencafes, die schmalen Gassen dienen Straßenkünstlern als Bühne. Wir kommen auch am Pioneer Square vorbei. Hier erinnern ein Totempfahl der Tingit-Indianer und eine Statue des Häuptlings Seahtl, dem die Stadt ihren Namen verdankt, an die "rote" Vergangenheit. An roten Backsteinbauten, an edlen Kaufhäusern vorbei, kutschiert Ria uns bergauf und talwärts wie auf der Lennardstreet in San Francisco. Am ART- Museum schwingt ein eherner Schmied seinen Hammer. Da es regnet, drehen wir noch eine Sightseeing-Runde und verlassen Downtown. Wir kehren zu unserem Motel zurück.

Seattle
28. April 2000

Wir verlassen Seattle bei schlechtem Wetter und fahren über den Canamo Island State Park weiter Richtung Burlington.Ab hier scheint wieder die Sonne und wir wollen bei Bellingham nun endlich die angepriesenen Tulpenfelder sehen. Leider Fehlanzeige. Wir suchen uns eine Motel, diesmal ist es Rodeway-Inn am I 5 N. Netter Empfang und preiswerte Zimmer. Hier bleiben wir. Über der See scheint die Sonne und über den Kaskaden ziehen tiefe Regenwolken. Bei Fred Meyer Salate gekauft und Wein. Ramadan ist zu Ende.

Lynden - Amsterdam
29. April 2000

Hier im Staat Washington gibt es eine "holländische Stadt". Ria fährt über 539 East nach Lynden. Tatsächlich diese gepflegte kleine Stadt wirkt typisch holländisch. Eine echte Windmühle, von der reformierten Kirche der Niederlande gestiftet, schmückt den Ort. Ein nettes kleines Einkaufszentrum. "A little bit of Holland" heißt es im Prospekt. Dutch Klompen Dancing wird angekündigt. Im Dezember gibt es Sinterklass-festivals. Ich kaufe mir noch ein paar amerikanische Flaggen. Nach einem kleinen Rundgang brachen wir auf, denn wir müssen nach Vancouver zurück. 

Durch eine Fahrt an der Grenze entlang, zwischen Wiesen und Felder, gelangen wir zum zentralen Grenzübergang des I 5. Wir fahren in das Oak Bridge Center. In dieser riesigen Mall essen wir noch einmal japanisch und fahren weiter zum Flughafen Vancouver. Wir liefern unser Auto bei AVIS ab; keine Probleme. Beim Eingang zum Flughafengebäude weist uns eine nette Bodenstewardess unseren Weg zum Checkin.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Ria und Christian sagen, dass wir Reihe 7 sitzen. Es stellt sich raus, dass wir Bussiness Class fliegen dürfen. In der JAL- Lounge dürfen wir auf das Boarding warten. Das hört ja gut auf. Nach einem schönen Flug gelangen wir wieder über Amsterdam nach Hannover. Doch leider ist kein Gepäck mitgeliefert worden.

Das kann uns nicht erschüttern zumal zu Hause Omas Kartoffelsuppe wartet.
 

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