Reisebericht: Washington DC

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Reisebericht: Washington DC

Reisebericht: Die Wiege Amerikas

Washington DC
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1997
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Washington
18. Oktober 1997

Um 5.00 Uhr früh stehen wir auf. Gegen 5.45 Geht es auf die Autobahn nach Hannover zum Flughafen. Ria parkt im neuen Parkhaus Nord.

Von dort fahren kleine Shuttlebusse (angenehm) zur Abflughalle.

7.50 Abflug mit einem AIRBUS A 320 der BA nach London Heathrow zum Terminal 1. Bei der Ankunft empfinde ich Heathrow durch die Shuttle-Fahrt zum Terminal 4 laut und häßlich. Statt 12.50 Uhr jetzt 13.40 Abflug in die Neue Welt mit Boeing 747/400.

Der Service an Bord und das Essen sind sehr gut. Endlich landen wir um 16.00 Uhr Ortszeit in Washington Dulles - Airport. Nach langem Stehen am Immigration Office endlich Warten am Taxistand. Ein WASHINGTON FLYER TAXI bringt uns in das 40 km entfernte Washington. Auf der Fahrt erzählt der Taxifahrer gruselige Geschichten über Mord - und Selbstmordraten und der Drogenszene in der Hauptstadt. Er warnt uns vor der Dunkelheit und vor dem südlichen Washington. Nebenbei zeigt er uns auf kleinen Umwegen Watergate und Arlington. Um 18.00 Uhr Ortszeit sind wir nun endlich am Hotel HILTON­ and TOWERS Connecticut Avenue 1919, mit 1.123 Guest Rooms. Das Taxi kostet 53 Dollar, incl. tip.
 

Die Management - Assistentin empfängt uns hinter ihrem schweren Tisch und erklärt uns, daß leider kein Zimmer frei sei, da ein Kongreß der American Dentists dort gerade untergebracht sei und die Gäste nicht abgereist seien. Sie bittet uns, eine Nacht in THE CAPITAL HILTON zu verbringen.

Nach so langer Zeit auf den Beinen verlangen wir eine schriftliche Bestätigung über diesen Sach­verhalt und machen unserem Ärger Luft. Ein Sicherheitspolizist bringt uns mit seinem Wagen zum anderen Hilton, das noch einen Stern mehr hat, aber weniger luxuriös ist. An der Reception sagen wir, daß wir darauf bestehen, morgen wieder in das von uns ausgesuchte HILTON zurückzukehren.

Da die Klimaanlage nicht funktioniert, trocknen wir bei 27 Grad Celsius aus wie die Wäsche im Heizungskeller.

HILTON - Serving the Nation and his Capital -und dann so was! Das fängt ja gut an!

 
Washington D.C. und das Weisse Haus

Nachdem sich 1776 dreizehn britische Kolonien vom Mutterland losgesagt hatten, schlossen sie sich zu den "Vereinigten Staaten" zusammen. Ihr Kongreß tagte einmal in Baltimore, New York oder Philadelphia oder anderswo. Erst 1783 beschloß man eine Hauptstadt zu bauen und zwar auf einem Gelände, das als FEDERAL DISTRICT ausschließlich dem Kongreß unterstehen sollte. 1790 fand George Washington die Lösung:

Auf der Trennungslinie zwischen Nord und Süd, am Ostufer des Potomac River, gründete er den DISTRICT OF COLUMBIA (D.C.) - ein Areal von 254 Quadratkilometern, das in Zukunft keinem der Bundesstaaten gehören sollte. 70% spendierte der nördliche Staat Maryland, den Rest gab das südliche Virginia.

George Washington, der 1789 erster Präsident wurde konnte noch nicht ins Weisse Haus einziehen. Nachfolger John Adams zog 1800 ins noch unfertige sandsteingelbe Haus.

14 Jahre später während des amerikanisch- englischen Handelskrieges brannten britische Truppen Washington D.C. nieder. Das Haus des Präsidenten "President's Palace", das also zuvor sandsteingelb war wurde wegen der Brandflecken weiß gestrichen, seitdem heißt es Weisses Haus.

Hier regiert nun der Präsident der USA. Als Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte zählt er zu den mächtigsten Männern der Welt.

Nebenbei bemerkt:
In Washington D.C. darf kein Gebäude höher sein als die Kuppel des Capitols. Und so hat man sich auf ein Höchstmaß von 13 Stockwerken geeinigt.

Stars and stripes (The Star-bangeld Banner) Die 13 rot-weisse Streifen stehen für die 13 Gründerstaaten der USA. Jeder Stern im blauen Feld steht für einen US- Bundesstaat. Derzeit 50.

Das Capitol

Hier hat der amerikanische Kongress als oberstes gesetzgebendes Organ seinen Sitz. Dieser Kongress besteht aus 2 Häusern, dem Senat mit 100 und dem Repräsentantenhaus mit derzeit 535 allgemein und frei gewählten Abgeordneten. Jeder Bundesstaat - ob groß oder klein - sendet je 2 Abgeordnete in den Senat und einen oder mehrere Abgeordnete je nach Einwohnerzahl in das Repräsentantenhaus.

Beide Häuser haben bestimmte Sonderaufgaben. Der Senat kümmert sich mehr um Verwaltungsaufgaben und internationale Verträge; das Repräsentantenhaus vor allem um den Haushalt und die Vorbereitung von Gesetzen. alle wichtigen staatlichen Angelegenheiten und Bundesgesetze müssen von beiden Häusern verabschiedet werden, meist mit einfacher Mehrheit.

Der Präsident der USA residiert im Weissen Haus.

Als Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte zählt der US - Präsident zu den mächtigsten Männern der Welt. Dem Kongreß jedoch darf er nicht angehören. Das übernimmt sein Vizepräsident, der hat auch den Vorsitz im Senat und kann notfalls - Zünglein an der Waage - die entscheidende Stimme abgeben.

Minister und Regierungsbeamte und Bundesrichter sucht der Präsident aus - natürlich mit Zustimmung des Senats. Die Minister dürfen nicht gleichzeitig Parlamentarier sein. Sie sind aber auch keine Regierungsmitglieder in unserem Sinne, sondern eigentlich nur Berater und Manager in ihrem Ressort

Ein politisches Kuriosum:Washington DC. Das Gebiet von Washington D.C. in den 51. Bundesstaat zu verwandeln, scheiterte bisher mehrfach. Die Bürger dürfen zwar bei Präsidentschaftswahlen ihre Stimme abgeben, doch sind sie im Repräsentantenhaus nur mit einem nicht stimmberechtigten Abgeordneten vertreten. Warum keine Autonomie für Washington? Rund 66% der Bevölkerung sind african colored! Das Rassenproblem ist also noch vorhanden.

The Mall
19. Oktober1997

Frühmorgens mit Sack und Pack wieder zurück ins Hilton and Towers, Zimmer 1115. Das Zimmer ist i. O.. Leider keine Kaffeemaschine, diese würde am Tag 10$ kosten.

Christian holt an der Reception das Taxigeld zurück. Vom Hotel aus schlendern wir die Connecticut Avenue runter - nach Zwischenstop bei MCDonalds geht es zu Fuß weiter in Richtung Weisses Haus.

Wir erreichen das Weisse Haus - die größte Machtzentrale der jetzigen Welt - von hinten. und sehen so das "Oval Office". Die Präsidentenflagge ist gesetzt, also ist Bill Clinton vor Ort. Eine riesige gepflegte Parkanlage. Man darf das Weisse Haus auch besuchen. Für die Eintrittskarte müßte man frühmorgens anstehen. Wir verzichten.

Wir schlendern weiter zum George Washington Monument, 555 feet tall. In einem Fahnenmeer des Sternenbanners steht der 170 Meter hohe, schlanke Obelisk. Zwischen 1848 und 1888 errichtet, kann er im Gruppenaufstieg oder mit Fahrstuhl erklommen werden. Uns genügt der Anblick. Hier oben windet es sehr stark. Von hier aus sieht man auf die riesige Kuppel des Capitols und auf das Lincoln Memorial. Wir gehen jedoch nun weiter auf der Museumsmeile - The Mall - in Richtung Capitol. Die gepflegte Grünanlage erstreckt sich 3 Kilometer lang vom Capitol bis zum Lincoln Memorial im West Potomac Park. Eine Querachse bilden der Park des Weissen Hauses und der East Potomac Park mit dem Tidal Basin.
 

Diese Mall wird vorwiegend von eindrucksvollen Regierungsbauten, Galerien und vielen Museen der Smithsonian Institution gesäumt und ist, bei aller Vornehmheit beliebter Erholungspark für Einheimische wie für Touristen.

Zahlreiche Jogger sind unterwegs. Auf dem Rasen wird Baseball, Rugby oder Cricket gespielt.

Der englische Wissenschaftler James Smithson vermacht 1826 seinem Neffen ein stattliches Vermögen unter einer Bedingung. Sollte der Neffe ohne Nachkommen bleiben, würden die USA erben.

So wanderten 1846 nun 500.000 $ nach Washington D.C. und es wurde dieses Institut gegründet, um das Wissen der Menschen zu mehren.

Mittlerweile 16 Museen mit ca. 140 Millionen Ausstellungsstücken.

 
National Museum of American History

From a Ford Model T to Duke Ellington musical transcripts, objects on display at the museum embody the nation's scientific, technological and cultural heritage. Exhibitions show everyday life in America just after the Revolutionary War, the American Industrial Revolution, the Information Age, "Science in American Life" and the diverse origins of the American people. Visitors will also find exhibitions on agriculture, armed forces history, graphic arts, ceramics, political history and many other areas.

Highlights:
The Star-Spangled Banner, the John Bull steam locomotive, Morse's telegraph, Bell's original experimental telephones, the Foucault pendulum, First Ladies' gowns, interactive computer gallery and two "Hands On" centers.

In der Eingangshalle ein riesiges Foucaultsches Pendel. " The Museum Pendelum has 24o Pound hallow brass, 54 foot Steel-cable." In 8 Stunden bewegt es sich über 70 Grad des Kompasses. Nachweis der Erdrotation. Die verschiedenen Abteilungen wird die industrielle und soziale Entwicklung an interessanten Schautafeln und Objekten dargestellt u.a. zeigt man Kleider sämtlicher First Ladies seit Martha Washington.

Hier ein paar Bildinschriften:

- Better Mothers, better Babies, better Homes

- I didn't raise my boy to be a soldier

- Old fashioned Virginian house-keeper steady as a clock, busy as a bee, and cheerful as a cricket
(Martha Washington described herself like this)

- The Borough School:
LEARN to EARN and EARN to LEARN

- From good Housekeeping to social Homekeeping

- The health of the child is the power of the nation

Nach dem Rundgang durch das Museum gingen wir in die herrlichen BOOK-SHOPS. Hier schlug natürlich mein Herz höher bei all den CDs über die Entwicklung der Folksongs und des Jazz.

Als wir ins Hotel zurückkehren liegt ein Entschuldigungsschreiben im Zimmer.

Massachusetts Ave. - Washington Cathedral Museen - Georgetown
20. Oktober 1997

Ria hat bereits den "Wanderplan" für heute fertig. Nach der Entschuldigung durch Hilton haben wir gut geschlafen. Wir kaufen einen Liter Wasser Sprudel) - sparkling Water - für 4,00 DM.

Das Wasser ist hier ohne Kohlensäure überall zu haben, nur unser einfacher Sprudel nicht. Wir schlendern über die lange elegante Massachusetts Ave. in Richtung Washington Cathedral. Ein schöner Sonnentag ist uns beschert.

An der Massachusetts Ave. liegen die meisten Botschaften. Erstaunlich ist nur, daß an den Bauten nicht zu erkennen ist, welches Land arm ist oder reich. Auch Zimbabwe hat eine tolle Residenz. Vor dem riesigen Areal der britischen Botschaft steht ein Denkmal von Winston Churchill.

Wir wandern weiter. Durch kleine Nebenstraßen.

gelangen wir dann durch einen bunt gefärbten kleinen Wald zum Saint Alban Hill. Hier steht die Washington Cathedral. In einer Art neugotischem Stil wurde sie 1907 begonnen und ist immer noch nicht ganz fertig. Dieses Gotteshaus ist die 6. größte Kirche der Welt. Sehenswert sind auch die ausgedehnten Gartenanlagen, besonders der BISHOPS GARDEN. Leider können wir nicht in den Shop, da heute Inventur angesagt ist.

Vom St. Albans Hill fahren wir - nachdem uns eine nette Dame die Buslinie nannte - wieder in unser geliebte Museums- Meile. Christian will sich noch einmal ausführlich im National Air and Space Museum umschauen. Ria und ich wollen in die National Gallery of Art. Wir fahren mit dem Bus durch Georgetown und steigen am Space-Museum aus. Hier in der schönen Museumscafeteria essen wir mit Blick aufs Capitol.

Notausgang: Hinweise 1. in Englisch 2. Deutsch 3. Französisch und 4. Spanisch. Wir Deutsche müssen uns wohl besonders dusselig an stellen, da wir als 1. Fremdsprache genannt sind.

Während sich Christian ausgiebig der Ausstellung im National Air and Space Museum widmet, besuchen Ria und ich die "National Gallery of Art". Erstaunlich, wie nah wir in diesem Museum an die wertvollen Kunstwerke herantreten dürfen, ohne abgewiesen zu werden. Zur Zeit findet eine besondere Ausstellung des in England geborenen Malers Thomas Moran 1837 - 1926, der Maler des Yellowstone Nationalparks und des Westens der USA, statt.

Die National Gallery of Art

Die Nationalgalerie, die ebenfalls zur Smithsonian Instutution gehört, besteht aus zwei Gebäuden, dem East und dem West- Building, die unter einer Strasse durch einen großzügigen Durchgang miteinander verbunden sind. Kern der Kunstsammlung im Westgebäude, die übrigens zu den bedeutendsten der Welt zählt, sind die privaten Schätze des früheren Finanzministers Adrew W. Mellon.

Der ermöglichte auch durch großzügige Geldspenden 1941 den Westbau. Durch weitere Nachlässe bietet die Gemäldegalerie heute einen umfassenden Einblick in die europäische Malerei zwischen dem 13. und 19. Jhrdt. Die Sammlung italienischer Renaissance- und Barockmaler gilt als die größte außerhalb Italiens. Doch auch frühe amerikanische Kunst kommt nicht zu kurz.

Das East-Building gleich daneben, wurde 1978 unter Präsident J. Carter eröffnet. Es ist der modernen Kunst vorbehalten und gilt selbst als gelungenes Beispiel für moderne Architektur.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Hier bräuchten wir viel mehr Zeit, um uns mit der hier gezeigten Kunst zu beschäftigen.

Christian treffen wir im Space-Museum. Danach holen wir uns Informationen bei AAA. Von dort fahren wir mit dem Bus nach Georgetown. Wir besuchen die "shops at Georgetown Park" und wandern durch schöne kleine Wohnstraßen in Richtung Dupont Circle zurück ins Hotel.

Nach dem Duschen machen wir uns fein und nehmen die Einladung von HILTON zum Essen. Uns wird ein schöner Tisch zugewiesen. Zu trinken gibt es jedoch nur ein Glas Sauvignon. Es bedient uns ein netter Kellner.

Nun, wir haben Hunger und so essen wir uns mehrmals durch alle Köstlichkeiten, die reichlich am Buffet vorhanden sind, bis wir nicht mehr können. Wir geben dem Tischkellner 5 $ tip und bedanken uns, daß er uns immer mit neuen sauberen Tellern versorgt hat. Er genoß, daß es uns so gut schmeckte. Ria zu ihm: "We enjoyed that you enjoyed our meal with us!" - Still und gesättigt gehen wir zu Bett.

Nächste Etappe: Manassas - Richmond - Williamsburg
 

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