Reisebericht Kerala

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Kerala ist anders

Kerala ist anders

Kerala, Süd-West Indien
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1997
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Für viele ist Indien zweifellos das geheimnisvollste Reiseland der Erde. Ein Land voller Gegensätze: Einerseits die Paläste, die Tempel, die fürstliche Pracht, andererseits aber auch Elendshütten, Schmutz und Krankheiten. Indien - Faszination & Abschreckung zugleich.

Wenn Du Dich von der Idee "Asien mit Familienanschluß" angesprochen fühlst, Dich aber mit Indien noch nicht näher befaßt hast, dann dürfte meine euphorische Begeisterung Skepsis auslösen.
 

Kerala Reise mit Kindern
Kerala Reise mit Kindern
 

 
Indiens Bild in den Medien ist überwiegend negativ. Für die meist politisch orientierten Auslandsmagazine (Auslandsreporter, Teleglobus, Auslandsjournal, Weltspiegel u.a.) scheinen nur schlechte Nachrichten publizistischen Wert zu haben. Demgegenüber stehen die Kultur- und Reisemagazine, die das schöne Indien zeigen, arg im Ungleichgewicht.
 

Indiens südlichste Provinz Kerala ist anders. Es gibt keine Slums, die Kriminalitätsrate ist niedrig, das Gesundheitswesen vorbildlich, und über 95% der Bevölkerung können lesen und schreiben. (zum Vergleich: in den übrigen Bundesstaaten Indiens sind nur 30% alphabetisiert)

Und so gilt Kerala als "Musterländle" Indiens. Für mich ist es die "Provinz des Lächelns". Eine friedliche Oase im von Gegensätzen zerrissenen Subkontinent.

An der Malabarküste, wie der Landstreifen am Arabischen Meer genannt wird, blühte schon früh ein reger Handel. Hauptsächlich das Elfenbein, das Sandelholz und die Gewürze zogen Kaufleute aus aller Welt dorthin. Schon König Salomo kannte diesen Landstreifen unter dem Namen Ophir, und an europäischen Fürstenhöfen wurde im Mittelalter der Pfeffer aus Kerala mit Gold aufgewogen.

Seit ich dieses andere Indien kennenlernte, wünsche ich nur noch meine Freunde "dorthin, wo der Pfeffer wächst!"

Bislang gibt es hauptsächlich einfache Hotels. So kamen fast nur anspruchslose Rucksackreisende. Erst in jüngster Zeit bessert sich im Süden Keralas die touristische Infrastruktur.

So klein Kerala auch sein mag - es wird lange dauern, bis sich an den Traumstränden und im subtropischen Regenwald die Pauschaltouristen ein "High-life à la Teneriffa" gönnen können. Wer hier auf die Pauke hauen will, ist am falschen Ort. Ein Unterhaltungsangebot im westlichen Stil fehlt, internationale Küche gibt es nur in wenigen Hotels und Nachtleben fast gar nicht. Auch Sportmöglichkeiten sind beschränkt, und Nacktbaden ist verpönt.

Lediglich die alternative Szene am Kovalam-Beach bildet hier eine Ausnahme. Hier trifft sich in meist einfachen Hotels schon seit Jahren ein abenteuerlicher Haufen von Globetrottern aus aller Welt.

Die Kerala-Karte

Kerala Karte
Indiens südlichste Provinz Kerala
 

 
Wer sich also in aller Ruhe auf eine fremde, faszinierende Kultur einlassen will, Begegnung mit fröhlichen Menschen und archaischen Lebensformen sucht und insgesamt Lust auf Exotik hat - dazu gehören zum Beispiel auch auserlesene keralesische Gerichte - der hat sein Traumziel gefunden, und das mit einem Preis-Leistungsverhältnis, das stimmt.
 

Bernd Symons
Bernd Symons

Bernd Symons, Betriebswirt aus dem Rheinland, machte nach seiner Heirat mit einer Inderin aus Kerala Mitte der 80er Jahre sein Hobby zum Nebenberuf.

Nach seiner "Kerala-Discovery"-Philosophie erlebt der Urlauber eine erlebnisaktive Begegnung mit dem faszinierenden Süden und Norden Indiens. Unser Teilnehmerlimit verhindert den Ausbau einer touristischen Infrastruktur in den besuchten Dörfern. Du findest also wie unsere bisherigen Gäste "Dein" ganz privates Indien noch ursprünglich vor.

weitere Reise-Informationen hierzu:
http://www.kerala-discovery.de/

Kontakt: Kerala-Discovery@t-online.de

© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor

 

 

Die Farm im Norden
Unweit der Stelle, an der jetzt das Farmhaus der Vettikavumgal-Familie am Hang steht, zwischen Mangobäumen, Kokospalmen und Kautschuk, baute der Großvater Chakko Devasia Vettikavumgal in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts sein erstes Baumhaus. Er, der Anfang der Achtziger Jahre starb, war mit seinem Ochsengespann aus dem Süden Keralas gekommen und wurde einer der ersten Siedler im hügeligen Dschungelgebiet zu Füßen der Nilgiri-Berge.

Wenn Du heute das Umfeld der Farm durchstreifst, hast Du immer noch den Eindruck, im tropischen Busch zu sein. Dennoch hat die Familie, die heute in der dritten Generation die Farm bewirtschaftet, fast alles kultiviert. Da es aber kaum Monokulturen gibt, wächst ums Haus eine dichte, tropische Flora scheinbar unkontrolliert durcheinander.

Bernd Symons
 

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