Reisebericht Bali | Nusa Penida

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Reisebericht Bali | Nusa Penida

Mit dem Motorrad rundum Nusa Penida vom 29.11 bis 02.12.2012


 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2012
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Während die Nachbarinseln Lembongan und Ceningan touristisch gut erschlossen sind (siehe Bericht auf unserer Webseite: www.villa-orchid-bali.com unter: Unsere Reisen), spielt die süd-östlich davon gelegene, um ein vielfaches grössere Insel Nusa Penida eine noch sehr bescheidene Rolle was die Touristik betrifft. Es gibt nur wenige, an einer Hand abzuzählende einfache Unterkünfte (losmen) auf der Insel; wir sahen einige stillgelegte Bungalows, andere waren bereits verfallen. Ein trostloser Anblick. Es gibt keinerlei Informationen vor Ort, und es ist auch kein Bemühen seitens Klungkung zu erkennen, zu dessen Verwaltungsbezirk Nusa Penida gehört, hier Abhilfe zu schaffen.
 


 Ankunft im Hafen von Kutampi in der Naehe von Sampalan
 

 


Inseln Nusa Penida
 

 
Auf der Fähre von Padangbai nach Sampalan (Nusa Penida) kam Yuni mit einem Insulaner ins Gespräch der uns eine Unterkunft direkt am Fährhafen in Kutampi anbot. Erst als wir das Gästehaus besichtigt hatten, sagten wir für 3 Nächte zu. "Edy's Guest House" ( Ketut: Tel: 087 862 336 452 in Kutampi Village) war neu erstellt worden und sehr aufwendig, in typisch Balinesischer Bauart kunstvoll ausgeschmückt worden. Selbst in Bali sah man selten solch prachtvoll geschnitzte Türen und Fenster. In einem weiteren offenen Bale mit Bett und TV, konnten wir am Abend sogar das Fussballspiel Malaysia gegen Indonesien live verfolgen. Indonesien unterlag wie schon so oft dem Erzrivalen mit 2:0. Wir hatten Glück mit dieser Unterkunft, die sicher eine Ausnahme darstellte, denn preiswert war sie ebenfalls. (125.000 Rp / ca.10 Euro/Nacht)
 


 Edy Guest House in Kutampi 
 

 


Aufwendig geschnitzte Balinesische Tür
 


 Die Hitze macht zu schaffen !
 

 


Wasser nachtanken ein Muss !
 


 Kurzer Stop am Warung "Wayan"
 

 


Yuni nach der Staerkung
 

 
Mit unserem Motorrad fuhren wir am naechsten Morgen von Sampalan Richtung Westen, entlang der Kueste mit intensivem Seegras - Anbau, zum Dorf Ped, mit einem für alle Balinesen wichtigen Tempel "Pura Dalem Penataran". Darin befindet sich ein Schrein für Jero Gede Macaling, eine bedeutende Kraftquelle für alle, die schwarze Magie praktizieren und sich hier wieder mental aufladen wollen. Weil Balinesen glauben, dass diese Insel von Zauberei, von bösen Geistern und von Mächten der Finsternis beherrscht wird, kommen sie gerade deswegen in Scharen hierher, um diese Dämonen und "evil spirits" zu beschwichtigen. Dagegen findet man Touristen hier eher selten.
 

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Kokoswald an der Cristal Bay
 


 Einsamer Strandgaenger
 

 


Gleich ist es soweit
 

 
Nach passieren des kleinen Dorfes Toyapakeh, führt die mit Löchern übersäte kurvenreiche Asphaltstrasse in die Berge. Unser erstes Ziel war die "Cristal Bay" die von Sakti über Penida gut zu erreichen war. Es erwartete uns eine idyllische Bucht mit einem weissen, sauberen Sandstrand. Auf der vorgelagerten Felsinsel führt eine Steintreppe hoch zu einem Tempel, von dem man einen weiten Ausblick auf die im Hindergrund alles umrahmenden Kokos-Wälder hat. Ein Traumstrand der gerne von Urlaubern, mit einem Boot aus Sanur/Bali kommend, zu Tagesausflügen inklusive Picknick, gebucht wird.
 


 Maisanbau auf Terrassen
 

 


Teak Anbau auf Terrassen - Jati korek
 


 Cashew Frucht
 

 


Yuni praesentiert eine Cashew mit Nuss
 


 Salzwasser Farmer bei der Ernte von Seegras
 

 


Papaya Baum und Parzellen mit Seegras
 

 
Am nächsten Tag versagten wir uns einen Badetag an der Cristal Bay, und fuhren gleich weiter nach Klumpu in die Berge, vorbei am höchsten Punkt, dem 529 m hohen Gunung Mundi bis nach Batukandik und Soyor. Die grosse Hitze nahm auch in den etwas höheren Regionen nicht ab, nur der Fahrtwind schaffte etwas Erleichterung, wenn ich eimal ordentlich aufdrehte. Wir sahen eine prosperierende Insel, gepflegte Terrassenfelder mit Mais- und Erdnussanbau, Kartoffel und Bohnen, Teakholzwälder und Cashew Plantagen. Trotz Wassermangel - man ist für die Bestellung der Felder auf die Regenzeit angewiesen - scheint man die Resourcen gut zu nutzen. Würde man sonst so auffallend viele neue Häuser und Tempel, selbst in den Bergregionen sehen ? Aufgrund des fehlenden Wassers gibt es auch keinen Reisanbau auf der Insel.
 

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Trocknen von rotem Seegras
 


 Die Ernte wird zum Trocknen eingebracht
 

 


Anbinden von Seegras-Stückchen an lange Schnüre
 

 
Die Arbeit der genügsamen Bauern ist hart und mühsam. Wir selbst sahen einen Bauer der den Holzpflug zog, während eine alte, verhärmte Frau, diesen mit all ihrer Kraft und tief gebeugt in die Furche drückte, um später den Mais darin zu setzen. Im nächsten Dorf hielten wir kurz an um mit einer Frau zu plaudern, die gerade vor ihrem Haus Kartoffeln auf offenem Feuer garte. Auf meine Frage, was es dazu gibt und ich lachend hinzufügte: "ich rieche gebratene Hühnchen" (saya mencium ayam bakar), schüttelte sie energisch den Kopf.... nein, nein,.. das gibt es höchstens einmal im Jahr zu Galungan!!
 


 Weisses Seegras ist zum Trocknen ausgelegt
 

 


Kalkstein Cliff in der Naehe von Batukandik
 

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Air Terjun Sabuluh, tief unten ein Wasserfall zu erreichen über eine steile Treppe
 


Von Pejukutan aus ging es rasant abwärts und in Suana erreichten wir die Nord-Ost-Küste. Wie ein Schachbrett, lagen die Seegrasfelder, mit Bambusrahmen abgesteckt in kleine Parzellen vor uns im Meer. Entlang der Strasse wurde jedes freie Fleckchen zum Trocknen des abgeernteten Grases genutzt. 5.000 Rp/ ca. 0,45 Euro per Kilo/getrocknetem Gras, können die Salzwasser-Farmer damit erzielen. Das Anknüpfen der Seegras - Stückchen an lange Schnüre, dürfte dabei die zeitintensivste Arbeit sein. Nach vier Wochen kann wieder geerntet werden. In gewaltigen Säcken verpackt, verlädt und verschifft man die Ernten nach Surabaya zur Weiterverarbeitung als Verdickungsmittel für die verschiedensten Produkte . (Eiscreme, Käse, Diätnahrung). Vieles geht nach Japan und China um auch dort weiter verarbeitet zu werde.
 


 Warten auf die Fähre in Kutampi
 

 


 Fähre Kutampi - Padangnai
 


Nicht nur durch den Seegrasanbau kann man auf Nusa Penida seinen Lebensunterhalt bestreiten, auch die Fischer mit ihren kleinen Outrigger - Booten leben vom Meer und seinen Früchten. Auf dem lebhaften Sonntags - Markt in Sampalan wird man neben einheimischen Produkten auch Gemüse, das meistens aus Bali kommt, eine Vielfalt an Fischen aus eigenen Fanggebieten finden. Am letzten Tag besuchten wir noch einen spektakulären Wasserfall (Air Terjun Sabuluh) der sich von einer, einige 100 Meter hohen Kalksteilklippe, ins Meer stürzt. Teile des Süsswassers werden in einem Becken aufgefangen und noch oben in Reservoirs gepumpt. Die Rückfahrt brachte uns nochmals eine Erfrischung im kühlen Meer an der "Cristal Bay", aber auch durch leckeres Kokosnuss Wasser direkt aus der Frucht. Ein Labsal bei dieser tropischen Hitze.

An Sonntagen läuft die Fähre zweimal von Kutampi nach Padangbai aus. Die 6.00 Uhr Fähre war für uns zu früh, die 12.00 Uhr Fähre schon wesentlich sympathischer. Das übliche Gedränge an einer Fähre wie überall, waren wir gewohnt. Dieses mal waren die Motorräder am ersten an der Reihe, während wir sonst immer in praller Sonne wartend, das einchecken der Trucks abwarten mussten. Alles verlief glatt und schnell.

Nach gut einer Stunde war Padangbai in Sicht und nach einer weiteren Stunde stoppten wir zwangsläufig "tropfnass" in einem Fischrestaurant kurz vor Klungkung. Gesättigt und fast wieder trocken erreichten wir "Villa-Orchid-Bali" in Abangan / Ubud und schüttelten um- gehend unsere Schlagloch gebeutelten Knochen und gestauchten Rückenwirbel, wohltuend im Pool aus. Am Abend gingen wir noch zur Yogastunde, die sollte dann alles wieder richten.
 


 Endlich geht es los !
 

 


Noch ist viel Platz auf der Fähre, die Trucks fahren erst später ein !

Gerhard Waldner
Gerhard Waldner

Geboren in Ludwigshafen am Rhein, war Gerhard schon seit frühester Jugend an vom Reisefieber gepackt. Meistens mit Fahrrad und Motorrad bereiste er über 60 Länder. Auch während seiner beruflichen Tätigkeit nahm er sich immer wieder genügend Zeit, ferne interessante Gebiete zu bereisen und zu entdecken.

Seit dem Jahre 2006 lebt er mit seiner Balinesischen Frau Yuni grösstenteils in seinem Haus in Bali, auf der Insel zu der er sich immer wieder hingezogen fühlte. Die mehr als 17.500 Inseln des Indonesichen Archipels liegen nun vor seiner Haustür zur Erkundung bereit.

Ferien-Bungalows in Bali, Indonesien:
http:/www.villa-orchid-bali.de/

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