Reisebericht: Penang - Ipoh

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Reisebericht: Penang - Ipoh

Reisebericht: Malaysia 2000 Reise

Penang, Ipoh
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2000
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Batu Ferringhi, Holiday Inn
26. bis 27.10. 2000

Weiter geht es vorbei an vielen bunten Tempeln zum Holiday Inn in Batu Ferringhi, das direkt an der Küste liegt. Viele Deutsche sind am Pool und am Strand. Einige lassen sich massieren. Ich frage mich, wie andere Menschen die Hitze so gut vertragen können. Obwohl wir am Meer sind, ist es hier sehr schwül. Ich unterbreche unseren Rundgang, weil es mir zu heiß ist. Walter und Chrissi kommen später nach. Wir faulenzen und lesen im tour guide, der im Zimmer ausliegt:

"22 million population ( 1997) 80% of the total pop. occupy the peninsula. Three main races in the country. The Malays, who are Muslims, form the majority in the country. The other two main racial groups are the Chinese, who are mostly Buddhists and the Indians, who are mainly Hindus."
 

Mich hat die Fahrt angestrengt, ich brauche Ruhe. Gleichzeitig habe ich Angst mir einen Sonnenbrand zu holen, außerdem ist mir draußen viel zu viel Trubel. Walter und Christian erholen sich sehr schnell und sind bald wieder. Walter geht einige Male nach "unten". Schließlich lässt sich Christian animieren und geht mit. Mir reicht es für heute.

Das helle Licht, das Konzentrieren auf die Hinweisschilder, der Verkehrstrubel in den Städten, der Lärm, die Abgase – ich will nur noch eins: Ruhe! So genieße ich das überaus saubere gepflegte Zimmer im Holiday Inn in Batu Ferringhi, Penang. Walter und Christian kommen freudestrahlend zurück.

Direkt vor dem Hotel hat sich ein farbenfroher Markt aufgebaut und die beiden haben schöne Sachen erstanden. Diese Sachen muss ich jetzt begutachten. Ich finde alles richtig schön! Die beiden freut das so, dass sie noch einmal losdüsen.

 
27.10.2000

Am nächsten Morgen können wir ausschlafen, da wir kein Frühstück gebucht haben. Walter drängelt dann aber doch, weil er Angst hat, dass die Banken und die Tankstellen schließen. Wir fahren zu Schmetterlingsfarm (Penang Butterfly Farm). Innen ist es schwül, sehr schwül und warm. Walter rinnt das Wasser an den Bein runter, so dass seine Hose von innen nass wird. Meine Haare sind klitschnass und triefen. Die Anlage ist sehr nett gestaltet: Taranteln, Skorpione und Schlangen kann man hier auch bewundern, zum Glück hinter Glas.

Ein kleiner Wasserfall und ein kleiner See: nett. Die Objektive der Kameras beschlagen ständig. Innen ist noch ein kleines naturkundliches Museum eingerichtet und eine Verkaufsaustellung. Der Shop ist gut gekühlt, so macht das Schauen Freude. Draußen auf dem Parkplatz suchen wir ein schattiges Plätzchen und essen unsere Äpfel. Auf dem Rückweg tanken wir und tauschen Geld. Chrissi und Walter führen uns über die 13 km lange Brücke zurück zum Festland. Wir genießen noch mal die Aussicht. Auf dem Rückweg müssen wir keinen "toll" mehr zahlen.

Weiter geht es auf der Autobahn in Richtung Ipoh. Auf einem Rastplatz verkaufen Kinder, ich schätze sie auf 11 bis 12 Jahre einheimische Gerichte. Als Walter dem einen Kind ein Trinkgeld gibt, da traut sich dieser das erst gar nicht anzunehmen. Das Essen ist für uns sehr ungewohnt. Chrissi und ich wollen uns mit einer grünen Kokosnuss trösten, das ist allerdings auch ein Reinfall.

Ipoh im Heritage
27.10. bis 28.10.2000

Weiter geht's. In Ipoh empfangen uns dunkle Wolken. Als wir vor dem Heritage stehen fängt es an zu regnen. Walter und Chrissi buchen uns ein Zimmer. Ich fahre so vor, dass die beiden nicht nass werden. Dann geht es ab in die Tiegarage von dort zu Fuß mit Gepäck in die Lobby und mit dem gläsernen Lift in den 7. Stock.

Vorher haben wir noch das Erlebnis der besonderen Art: Ein circa zwei Meter großer Leguan hat sich in der Tiefgarage "versteckt". Durch unsere Ankunft wird er hektisch und rennt von einer Wand zur anderen. Offensichtlich kann er die Wand nicht so richtig abmessen, da er dagegen knallt.

Wir wollen ihn nicht verrückt machen und parken an einer entfernten Seite.

Walter will noch einmal los, weil er Hunger hat. Ich will nicht, weil es draußen regnet und unsere Scheibenwischer sehr dürftig arbeiten. Wir überlegen, ob wir den Room-Service in Anspruch nehmen. Chrissi meint, der sei zu teuer. Wir gehen dann los auf Restaurantsuche im Haus. In der Lobbyetage gibt es nur snacks. Ein chinesisches Restaurant hat geöffnet, da haben Chrissi und ich aber nicht so die richtige Lust drauf. Auf der Hotelzimmerkarte steht, dass das Restaurant im zweiten Stock geschlossen sei. Frustriert gehen wir zum Lift und fahren nach oben. Eigentlich wollten wir nun doch den room – service in Anspruch nehmen. Da sieht Chrissi, dass unten doch gedeckte Tische zu sehen sind. Wir fahren wieder runter. Ein freundlicher Ober empfängt uns. Wir sagen, dass wir nur eine Kleinigkeit essen wollen. Er reicht uns die Karte. Es sagt uns zu.

Wir setzen uns und sehen ein riesiges aufgebautes Buffet. Chrissi beschließt zu fragen, was es kostet: 23 Ringit! Preiswert! Wir nehmen es alle drei. Wir sitzen am Fenster und sehen einen doppelten Regenbogen. Kurz danach gewittert es wieder ganz schrecklich. Wir sehen die Blitze am Himmel über den Bergen.
 

Wir freuen uns, dass wir im trockenen sitzen können und genießen das leckere Essen aus vollen Zügen. Das Restaurantte am verabschiedet sich strahlend und wir sind auch glücklich.

An diesem Abend ist hier "Ladies Night". Zwei Klavierspieler unterhalten die Gäste. Die Damen dürfen Guys mitbringen. Kleiner Nachteil: Das Pianospiel ist nicht ganz piano, man hört es leider auch im Zimmer.

Das Hotel hat einen riesigen Innenhof. Vom inneren Außenkreis gehen alle Zimmer ab. Zwei gläserne Fahrstühle sind mit Lichtern verziert und sausen wie blinkende Feuerwerkskörper auf und nieder.

Chrissi lernt, Walter döst, Ria liest. Ein gemütlicher Abend. Um zehn gehen wir schlafen.

 
28.10.2000

Morgens gibt es ein tolles Frühstückbuffet. Einige vom Personal haben uns auch gestern Abend bedient. Viel Schlaf haben die bestimmt nicht bekommen. Sie sind genau so freundlich wie am Abend vorher. Christian übernimmt unsere flight confirmation. Anschließend sehen wir uns in Ipoh noch zwei wunderschöne Tempel an. Sie sind beide in einen Felsen gebaut. Der erste ist ein chinesischer Tempel, der direkt an der Straße liegt. In ihm reicht es so stark nach Räucherstäbchen, dass ich es nicht lange drinnen aushalte. Religionsrituale sind doch oft sehr ähnlich: Niederknien, mit einem Kästchen schütteln, Räucherstäbchen und Lichter anzünden. Der Komplex des Tempels ist lang gestreckt in den Felsen gebaut. Es gibt ein Areal für Fußreflexzonenerfahrungen. Eine Art Minipark mit Rasenflächen, Wasserflächen, Steinflächen. Es sind runde Steine, die in ein Betonbett eingelassen sind. Bei uns würde man so etwas "Sinneserfahrungsgarten" nennen. Außerdem ist ein Restaurant in der Nähe.

Die religiösen Figuren sind oft sehr plakativ dargestellt und könnten so auch im Park bei Disneyland stehen. Die Gottheit der Barmherzigkeit ist circa 3 Meter hoch und hat eine Glühbirne in der Hand. Die Farbenfreude und die damit verbundene Lebensfreude ist einerseits erfrischend, andererseits auch stark kitschig. Welche Bedeutungsinhalte so vermittelt werden sollen, das wissen wir nicht so genau.

Wir wollen uns eigentlich noch Obst kaufen, doch die Obststände, die streng geometrisch vor dem Tempel aufgebaut sind, leben unter starker Konkurrenz und versuchen gegenseitig sich die Kunden abspenstig zu machen. Das gefällt uns nicht. Wir fahren weiter, weil wir uns schäbig vorkommen würden, wenn wir einen durch unseren Kauf begünstigen und den andern beleidigen würden.
 

Sitzender Buddha im Felsentempel
Sitzender Buddha im Felsentempel

 

Tempelanlage
Tempelanlage

 
Ein Mönch in einem Kombi fährt offensichtlich eine Reisegruppe von Tempel zu Tempel. Wir wollen ihn folgen, doch leider zeigt er seinen Kunden auch weltliche Sachen. So überholen wir ihn schließlich und suchen unseren Weg allein.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Ipoh war früher Sultanatshauptstadt und ist wegen des Zinnbergbaus und seiner Kalksteinbrüche bekannt. In der Nähe gibt es die berühmte buddhistische Tempel-Tropfsteinhöhle von Perak Tong. Der nächste Tempel ist sehr beeindruckend. Eine durchgängige Tropfsteinhöle, beherbergt große Buddhafiguren und Altäre. Die Altäre sind mit Obst und Getränken geschmückt. Auf der anderen Seite öffnet sich der Felsen und gibt den Blick frei auf eine Park- und Berglandschaft. Wir lernen ein malaysisches Ehepaar kennen. Sie beherbergen einmal im Jahr ein deutsches Rentnerehepaar in den Sechzigern aus München. Gegenbesuche haben auch schon stattgefunden.

Von hier aus geht es zurück in Richtung Ipoh, von dort auf die Autobahn nach Kuala Lumpur. Unterwegs erleben wir wieder einen starken Regenguss.

Die Scheibenwischer am Auto sind sehr schlecht. Wir halten und Walter probiert seinen Apfeltrick: Die Scheibe mit geschältem Apfel einreiben. Das hilft leider auch nicht.

Weiter geht's. Die Strecke ist eintönig.

Nächste Etappe: Kuala Lumpur
 

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