Reisebericht: Tana Rata

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Reisebericht: Tana Rata - Port Dickson - Ipoh

Reisebericht: Malaysia 2000 Reise

Tana Rata, Ipoh
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2000
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Hotel Heritage in Tanah Rata
24.10. bis 25.10. 2000

In Tanah Rata fällt wieder der Kontrast zwischen westlicher Welt und ursprünglichen Häusern ins Auge. Riesige Gebäudekomplexe stehen den Touristen als Unterkünfte zur Verfügung. Dazwischen aber auch kleine Häuser mit wunderschönen Gartenanlagen. Hier oben ist es kühl. Walter lädt uns ins Rainforest Restaurant ein. Man schaut von hier aus zwar in den Regenwald, aber drinnen sind nur künstliche Blumen und Grünpflanzen.

Wir essen Lachssteak und einen Eisfruchtbecher als Nachtisch. Das Essen kostet fast genau so viel wie die Übernachtung. Wir haben es genossen, aber das Lachssteak, das Walter zu Hause zubereitet schmeckt uns noch besser.

Zurück auf dem Zimmer essen wir noch die exotischen Früchte, die wir uns auf der Fahrt gekauft haben.Draußen knallen Feuerwerkskörper, da heute ein Hindufest gefeiert wird. Mit dem Telefonieren haben wir heute kein Glück, da unsere Telefonkarte in kein Telefon passt.
 

25.10.2000

Morgens gehen wir zum Frühstücksbuffet. Es ist mäßig: Rühreier en masse, Marmelade, die man aus einem großen Glas nehmen muss, und sehr scharfes Essen mit scharfen Soßen.

Wir beobachten asiatische Gäste. Sie essen die scharfen Sachen ohne eine Miene zu verziehen. Alles ist wohl Gewohnheit. Im Frühstücksraum sind mehrer Spatzen.

Draußen auf der Balkonbrüstung singt ein schwarz-weißer Vogel wunderschöne Melodien; er sieht so ähnlich aus wie unsere Elster nur etwas kleiner.

Ab und zu flattern riesige Schmetterlinge von Blüte zu Blüte.

 
Auf dem Weg in den Ort treffen wir einen "typischen" Hund: Helles Fell, gut gepflegt, aber wohl etwas faul zum Laufen. Er ruht sich immer wieder mitten auf der Straße aus. Walter filmt einige Baumfarne deren Kronen sich am blauen Himmel so wunderschön absetzen.

Wir kaufen ein paar Postkarten und erfahren, dass die Touristeninformation meinst geschlossen sei. Daraufhin kaufen wir uns einen Wanderplan, tauschen noch etwas Geld um, kaufen noch eine große Flasche gekühltes Wasser und wandern dann los. Zunächst geht es in Richtung "Kurpark" - einer wunderschön angelegten Grünanlage. Hier blühen viele Blumen, die wir von zu Hause kennen: Rote Salvien, meterhohe Bougainvilien als Bäume, Fleißige Lieschen in rot und lila. Statt Buchsbaum sind hier die Teesträucher in gleicher Weise beschnitten. Besonders hübsch sind die Sorten, die ein hellgrünes Laub tragen und so ähnlich aussehen wie bei uns junger Liguster. Die roten Blütenstände der Pfeifenputzerbäume lassen ihre Fäden golden in der Sonne funkeln. Ab und zu steht hier eine Bank im Schatten. Ein schöner Kinderspielplatz und ein Uhrenturm mit vier Weltzeiten runden dieses Idyll ab.
 

Seerosen
Seerosen

 

Franjipani Blüten
Franjipani Blüten

 
Wir streben dem "Path 4", den Dschungel Walk zu. Der Weg führt an einem kleinen Bach vorbei hinein in den dichten Dschungel. Schmetterlinge und Ackerwinden, orangerote Verbenen bilden die Farbtupfer in dem grünen Dickicht. Farne in allen Variationen können hier bewundert werde. Geweihfarne und Moos decken den Boden ab. Farne, die sich wie eine Rosette um Baumstämme ordnen schießen rundum in den Himmel wie das üppige Ornament eines barocken Säulenabschlusses. Die glatten großflächigen Blätter einiger Pflanzen leuchten in hellem Grün und filtern die Sonnenstrahlen wie ein Seidenschirm. Beeindruckend sind die Ausmaße eines einzigen Farnblattes, das oft weitaus größer ist als eine menschliche Gestalt. Durch die filigrane Blattstruktur verliert es trotz dieser enormen Größe nichts von seiner Zartheit, seiner Feingliedrigkeit und Grazie.

Die Licht-Schattenverhältnisse begeistern immer wieder neu, ebenso die Tautropfen an Blüten und Blättern. Beeindruckend sind die Dschungelgeräusche. Es ist schwül, die Brille beschlägt. An einem Wehr am Fluss liegt viel Unrat in Plastiktüten, der wohl nicht von den Touristen stammt. Die Anwohner am Fluss entsorgen wohl zeitweise so ihren Müll. Schade! Flussabwärts treiben die vielen Plastikpakete und- flaschen. Sie sammeln sich dann im Sog einer Staustufe. Am Wegesrand entsteht ein neuer Park und Rastplatz. An dem vorhandenen Weg muss viel erneuert werden. Wir genießen diesen Gang in "eine andere Welt". Nur selten trifft man jemanden. Ein nettes englischen Pärchen, deas uns entgegenkommt, fragen wir nach der weiteren Wegbeschaffenheit und erhalten nett Auskunft. Es ist herrlich im Schatten zu spazieren. Das Naturschauspiel wird nicht langweilig. Es gibt immer etwas neues zu entdecken.

Wieder unten im Ort angekommen, testen wir alle verfügbaren Telefone – ohne Erfolg. Es wäre auch noch sehr früh gewesen, um Oma und Opa anzurufen.

Die Fahrt zum BOH - Estate ist ein Abenteuer für sich. Der Weg führt ständig bergauf, vorbei an kleinen Grundstücken von Gemüsebauern, die in winzigen Holzhütten mit ein paar Hühnern und Hähnen leben. Es geht immer höher. Jetzt sehen wir die Teeplantagen. Eine Ansammlung keiner Holzhütten mit einem kleinen Kiosk bildet eine Station, wo die indischen Teeplantagenarbeiter mit ihren Familien leben. Der Weg steigt weiter an. Am Wegesrand begrüßen uns farbintensive Pflanzen. Schließlich kommen wir an eine Schranke. Ein Herr öffnet sie sofort und winkt uns durch. Ja und dann sehen wir wie die ein Säcke gefüllten Teeblätter auf einen Lastwagen entleert werden, der dann anschließend in die Fabrik gefahren wird. In die Fabrik wollen wir nicht rein, weil es dort sehr staubig sein soll.
 

Schmettering
Schmetterling

 

Farne
Farne

 
Von oben hat man einen phantastischen Ausblick. Freundlich wird man immer wieder auf aufgestellten Tafeln darüber informiert, dass man alle Fotos, die man macht, nur für private Zwecke verwenden darf. Bei gewerblicher Verwendung muss auf um Erlaubnis gebeten werden. Wir kaufen Tee en gros. Besonders der BOH- Tee, der einzeln in Goldpapiertäschchen verpackt ist, hat es uns angetan. Ihn zu trinken ist reiner Genuss. Später stellen wir fest, dass dieser Tee billiger zu erwerben ist in Supermarktketten. Eigentlich wollten wir auch noch auf der Plantage einen Tee trinken. Nachdem sich eine größere Touristengruppe vorgedrängelt hat, die sehr lautstark lamentiert, verzichten wir darauf.

"Und von nun an ging's bergab" - diese Liedzeile geht uns bei unserer Rücktour nicht mehr aus dem Kopf.

In Ringlett (nicht schön) tanken wir und dann geht es ab nach Tapah und dann auf die Autobahn nach Ipoh. Auf einem Rastplatz an der Autobahn hätten wir fas wider Willen gegen die guten Sitten verstoßen. Wir hatten den Vorwegweiser so gedeutet, das dort ein überdachter Rastplatz zu finden sei. ein anderes Zeichen, das so aussah wie ein Zwiebeltürmchen hatten wir eindeutig als Ort für die Gebetsausübung eingeordnet. Das zweite Zeichen deuteten wir als Rastplatz im Schatten. Walter und Chrissi sagen zum Glück: "Pass auf, da musst du dir die Schuhe ausziehen!" Das mache ich auch. Zum Glück schaue ich nach oben. Dort im Gebälk befindet sich ein Gebetsteppich. Da wird mir schlagartig klar, dass das wohl nicht der Ort ist, an dem man eine Ananas schlachten kann. Peinlich, wenn man sich nicht vorher richtig informiert. Ruck zuck waren wir wieder in unseren Schuhen und nahmen betreten den Rückweg. Wir beschließen im Auto zu essen – ohne Ananas.
 

Chrissi entdeckt einen Obststand und verfolgt weine Obststudien durch den Kaun von Früchten, die außen stachelig und rot grün sind. Die Stacheln erweisen sich als weich und zart. Zieht man an der Mittelnaht, löst sich die äußere Haut und legt ein taubeneigroßes weißes Früchtchen frei, das aussieht wie eine gepellte Litschi. Löst man das weiße Fruchtfleisch vom Kern, kann man es essen.

Es ist sehr erfrischend. der Nachteil: In dem weichen "Fellüberzug" treffen sich sämtliche Ameisen Malaysias. Die Tüte kommt wegen der Ameisen in den Kofferraum. Überall auf dem Weg begegnet uns jetzt der durchdringliche Geruch der Durian, die überall am Straßenrand angeboten wird. Der Geruch erinnert uns stark an den Geruch, der uns zu Hause manchmal aus der schwarzen Mülltonne entgegen steigt.

 
In Ipoh angekommen dirigiert uns Chrissi souverän und sicher durch das Verkehrsgetümmel. Das Heritage ist zu vornehm für uns. Wir steigen ab in Seri Malaysia- einer Art Motelkette.

Ipoh, Seri Malaysia
25.10. bis 26.10. 2000

Als wir unser uns zugewiesenes Zimmer betreten, läutet das Telefon. Die Rezeption bittet uns, ein anderes Zimmer zu beziehen, das hier etwas mit der Toilette nicht in Ordnung sei. Als sie uns das neue Zimmer zeigt, zieht sie sich sofort die Schuhe aus ( ich kann mir das Lachen kaum verkneifen, weil ich denke, fast wie bei uns zu Haus).Das Zimmer ist mäßig aber preiswert. Wir gehen noch in zwei Malls. Walter ist enttäuscht, weil wir nichts essen wollen. Allein will er auch nichts essen. So einigen wir uns und kaufen etwas im Supermarkt ein, was wir dann im Motel verspeisen. Zunächst futtern wir jedoch die "Ameisenfrüchte" auf, um Ruhe vor dem Gekribbel zu haben. Walter schält sie unter fließendem Wasser und bringt den Müll dann gleich nach draußen. Unsere einheimischen honey roasted peanuts sind scharf, wie mit tabasco gewürzt. So essen wir immer eine Hand voll Nüsse und einen Keks zum Neutalisieren. Hinterher: Lernen für den Führerschein, Walter liest "So zärtlich war Suleyken" von Lenz (immer wieder schön!) und ich schreibe Tagebuch.

Im Motel gibt es "Teefix" Tea-Creamer-Suger: 3 in One. An der Zimmerdecke ist wieder der Pfeil zu sehen, der in Richtung Mekka zeigt. In einigen war er auch in der Schublade beim Haartrockner zu finden.

Die Dusche funktioniert nur ohne Duschkopf: also Schlauch pur!

26.10.2000

Morgens beim Frühstück gibt es in Brandteig ausgebackenes Fleisch und Gemüse und Reis. Alles scheint mit Zimt gewürzt zu sein. Dazu gibt es wieder scharfe Soßen.

Eigentlich wollen wir uns noch Höhlentempel ansehen, aber wir finden sie nicht und fahren dann auf der Autobahn weiter in Richtung Penang.

Auf einem Parkplatz wird an einem fahrenden Kiosk wieder frische geschälte Ananas angeboten. Im Schatten des Autos sitzt ein junger Mann, der uns die Schälweise demonstriert.1. Die Ananas oben und unten köpfen, 2. Die Ananas wie einen Apfel schälen 3. Jetzt kommt das besondere: Diagonal kerbt er jetzt rundum die Ananas ein und zwar so, dass alle stacheligen Stellen verschwinden und gleichzeitig ein ebenmäßiges diagonal angelegtes Muster erscheint.4. Scheiben vom Strunk abschneiden. Was uns beruhigt ist, dass der junge Mann in der einen Hand einen Sicherheitshandschuh trägt und ihm so beim Abrutschen des Messers auch kein Schaden entstehen kann. Die Landschaft durch die wir fahren ist atemberaubend schön: Majestätische Kreidefelsen aus denen der Nebel aufsteigt.

Über die Brücke geht es nach Georgetown. Hier herrscht ein riesiges Verkehrsgetümmel. Kompar, so heißt die riesige Einkaufsmeile, die wir zunächst anfahren. Es ist laut, wuselig und unüberschaubar. Die Angebote üben auf uns keinen Reiz aus. Goldhändler werben hinter Gittern um Kunden. Wir wollen in das 58. Stockwerk zum tourist center.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Ein netter Chinese führt uns. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Chrissi kauft einen Schlüsselanhänger für Opa Sammlung.5 Ringitt pro Person kostet die Aussicht. Wir wollen eigentlich noch länger schauen, aber zwei äußerst aufdringlich keifende Verkäuferinnen vergraulen uns das Bummeln.

Der äußerst nette ältere Fahrstuhlführer will uns offensichtlich zum Schluss die Hand geben, wir bekommen das nicht richtig mit und winken nur.

CDs sind hier wesentlich teurer als in J:B.

Weiter geht's. Die Strecke ist eintönig.

Nächste Etappe: Penang - Ipoh
 

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