Reisebericht: Von Queenstown nach Christchurch

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Reisebericht: Von Auckland nach Wanaka

Von Queenstown nach Christchurch

Queenstown, Dunedin, Oamaru, Timaru, Cheviot, Kaikoura, Christchurch
 

 

 
Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2003
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
 

 
Queenstown - Dunedin
10. April 2003

Von Wanaka fahren wir den HWY 6, schöner ist die Panoramastraße 89, doch die meisten Mietwagenverleiher gestatten diese nicht asphaltierte Strecke zu fahren. So rollen wir an riesigen Obstplantagen vorbei. Vor Queenstown grüßt eine Bungee-Plattform, von denen es in Queenstown mehrere gibt. Hier wurde angeblich das Bungee-Springen erfunden. Wir haben wunderschönes Wetter.

In Queenstown überfällt uns der Massentourismus, den wir nicht mögen. Überall Menschenmengen und Autoschlangen, die sich durch die Straßen mühen. Wir schlendern einmal durch den Ort, kaufen ein paar Sachen ein und beschließen wieder abzureisen.

Von hier aus reist man als Neuseelandbesucher weiter nach TE Anau und fährt oder fliegt zum Milford Sound. Im Internetforum hatte uns jedoch jemand den Doubtful Sound empfohlen, der ist nicht so überlaufen. Wir lassen diese Reise dorthin aus, wir wollen ja auch noch zur Nordinsel und werden bestimmt noch einmal Neuseeland besuchen.
 

Über Cromwell und Alexandra fahren wir auf dem HWY 8 Richtung Milton. Diese Gegend wimmelt wieder einmal von Schafen. ALEXANDRA liegt am Fluß Cluthe "dem wasserreichsten Fluß Neuseeland, in der Provinz Otago. "Otago hat von allen Teilen Neuseelands am ehesten kontinentales Klima mit kalten Wintern und sehr heißen Sommern. Das Städtchen ist auf Goldfeldern geboren und lebt heute von Elektrizitätswerken, Obstanbau und Schafzüchtern, die den besten Merinos des Landes an die Wolle gehen"(ADAC).

Im September treffen sich hier die Schafscherer zu Wettbewerben. In der Nähe kann eine alte Goldgräbersiedlung besichtigen.Wir fahren an großen Obstgärten vorüber. Die Äpfelbaume hängen voller saftiger Braeburn.

Der HWY 8 trifft bei Milton auf den HWy 1. "Viel Verkehr" stellen wir fest und fahren in Lake Waihola ein Motel, da es dunkel wird, bleiben wir hier. Wir treffen hier auf einen Holländer, der seit 53 Jahren hier in Neuseeland wohnt. Im Gespräch stellen wir fest, dass er meinen Heimatort an der holländischen Grenze gut kennt.

 
Dunedin - Oamaru
11. April 2003

Gut geschlafen und gut gefrühstückt so fahren wir gut gelaunt weiter. Unterwegs vorbei an "free-range-eggs Farmen" weiter in das "Edinburgh des Südens" mit dem Namen DUNEDIN.

Schotten haben diese Stadt gegründet. Wir parken am Rathaus und beginnen unseren Stadtrundgang. Die Stadt macht durchweg einen sauberen aber doch viktorianischen Eindruck. Nach dem Rundgang fahren wir hinaus auf die Portobello Road, die sich stadtauswärts am Wasser entlang auf die Otago-Halbinsel schlängelt. Die Straße ist kurvenreich und an manchen Stellen etwas schmal. Der Weg führt uns auf Taiaroa Head, der Spitze der Otago Peninsula. Hier leben seit 1930 Königsalbatrosse mit einer Flügelspannweite von 3,50 m. Dies sei, so sagt man, die einzige Kolonie auf der Welt. Der Eintritt ist happig: Pro Person 25 N$. Wenn man Glück hat, dann kann man die Albatrosse auch vom dortigen Parkplatz aus beim Starten und Landen zusehen.

Die Aussicht auf die Bucht lohnt sich allemal. Zahlreiche Robben liegen unterhalb des Leuchtturms. Am Peguin Place kann, wer will, die vom Aussterben bedrohten Gelbaugenpinguine besichtigen.

Nach einem Einkauf im Albatross-shop schlängeln wir uns wieder zuerst nach Dunedin zurück und dann weiter auf der SH1 über Palmerston nach Moeraki an den Strand der Pazifikküste. Auf einen netten Fußweg und gegen einen geringen Eintritt gelangt man zu den von Sagen umwobenen Moeraki Boulders l "gigantische, kugelrunde Steingebilde, deren unglaubliche Symmetrie Geologen noch immer ein Rätsel aufgibt." Zurück gelangt man über einen sauber angelegten Weg zu einem Restaurant und Kiosk. Das Restaurant ist architektonisch den Boulders nachgebaut.

Wir fahren an der Küste weiter und gelangen nach Oamaru. Hier finden wir im Bella Vista Motel für 90 N$ eine saubere Unterkunft.

Abends erlauben wir uns zur Blue Penguin Coloy zu fahren. Eine herrliche Tribüne ist dort angelegt. Der Eintritt teuer. Wenn es ganz dunkel ist trauen sich die lichtscheuen Tiere in ihre Wohnungen hier oben zurück. Im entscheidenden Moment sieht man fast nichts. Nur wer lichtstarke Pupillen hat und vielleicht noch lichtstärkere Objektive kann dieses beeindruckende Bergaufwandern der kleinen Tiere auch tatsächlich wahrnehmen. Zurück ins Motel.
 

Queenstown / Dunedin
Queenstown / Dunedin
 

 

Dunedin
Dunedin
 

Timaru - Christchurch
12. April 2003

Den Touristen wird empfohlen ab Oamaru die Strecke über Lake Tekapo zu nehmen, dieser Weg sei landschaftlich reizvoller. Wir fahren aber weiter der Nr. 1 entlang, vorbei an riesigen Windschutzhecken nach Timaru, einer netten Kleinstadt.

Wir fahren ins Zentrum und sind auf einmal mittendrin in einer Oldtimer-Show. Der Automobilclub von Neuseeland feiert vor dem ADAC sein 100 Jähriges.

Eine Dudelsackgruppe übt den Auftritt und zig wunderschöne, mit sehr viel Liebe und Hingabe gepflegte Oldtimer stehen aufgereiht und dürfen besichtigt und bestaunt werden. Anschließend setzt sich die ehrwürdige Autoprozession in Bewegung und wir uns auch.

 
Es beginnt nun wirklich eine eintönige Strecke Richtung Christchurch. Überall Tafeln, die die Brandgefahr an einer Scala von niedrig bis hoch anzeigen. Von links grüßt von Ferne der Mount Cook. Wir umfahren Christchurch und gelangen bis Cheviot. Die Landschaft ist hügelig und mit Ausnahme der wunderschönen Gore Bay, die ganz versteckt liegt, sehr eintönig. Nach langem Suchen finden wir ein tolles Motel in Cheviot, das gerade eröffnet hat. Hier bleiben wir.

Cheviot nach Kaikoura
13. April 2003

Auf den sanften Hügeln hinter Cheviot sieht man hunderte weißer Wollflocken: Schafe. Danach wird die Landschaft felsiger und bis Kaikoura auch klippenreicher.

Vor Kaikoura ist ein kleiner Flughafen. Von hier aus starten die Flugzeuge zum Whalewatching.

Der Ort ist nicht groß, 2200 Einwohner und beiderseits der Hauptstrasse jede Menge shops und Agenturen für Whale watching, oder zur Beobachtung der zahlreichen Delphine.

Wenige Kilometer vor der Küste sinkt der Meeresboden auf über 1000 Meter ab. Hier sorgen nun nährstoffreiche Strömungen aus der Arktis, dass die Wale hier genügend Nahrung finden. Auch für zahlreiche Seevogelarten ist dieser Küstenort bekannt. Von der Ortsmitte aus lassen sich auch herrliche Klippenwanderungen durchführen. Wir wandern am Strand entlang und plötzlich liegt ganz ruhig und schlafend, mit einem Auge blinzelnd ein große Robbe vor uns. Sie lässt sich durch die Besucher nicht aus der Ruhe bringen. Die Wanderwege sind sauber und liebevoll angelegt. Parkplätze sind genügend vorhanden. Wir genießen die Stunden hier und fahren dann nach Christchurch zurück. Unterwegs treffen wir wieder auf viele Oldtimer. Wir buchen im Annabelle Court Motel für 145 ND.
 

Moeraki Boulder
Moeraki Boulder

 

Moeraki Boulders
Moeraki Boulders

 
Christchurch
14. April 2003

Die rund 313.000 Einwohner zählende Stadt mehr als ein Drittel der Südinsulaner leben hier, wird als die englischste Stadt außerhalb Europas bezeichnet. "Magisches Zentrum", so Polyglott, "ist der Cathedral Square, eine Art soziales Zentrum der Stadt. Wir gehen hinein. Der im roten Talar gekleidete Kustos, der sich gerade mit einigen Ladies nett unterhält, fährt plötzlich wie eine Furie auf mich los, weil ich versuche mit der Kamera zu filmen und mit dem Fotoapparat zu fotografieren. Er wird gleich unwirsch und führt mich eiligen Schrittes zur Kasse, damit ich dort auch meinen Obulus errichte. Der Kassiererin ist das peinlich. Während er zurückeilt an seinen Platz, zahle ich und gehe auch noch einmal zurück, um zu fotografieren.

Hier ist auch ein nettes Cafe angegliedert. Rund um die Kathedrale finden wir belebte Einkaufstrassen, mit zahlreichen Geschäften, Cafes und Hotels.

Ein Bus hat vorne am Bug einen Kinderwagen befestigt, so geht's auch. Eine alte ehrwürdige Straßenbahn rattert ihren Gleisen nach durch die belebte Innenstadt.

Hagley Park, der auch den Botanischen Garten schließt, ist eine gepflegte mit alten ehrwürdigen Bäumen bestückte wunderschöne Grünanlage, die zu Spaziergängen einlädt. Ein großzügig angelegter Kinderspielplatz mit Burgmauern und zahlreichen Spielgeräten erfreut Jung und Alt. Im Botanischen Garten bestaunen wir noch die letzten blühenden Rosen in ihren vielfältigen Blüten.

Von hier aus fahren wir hinaus zum International Antarctic Centre, in der Nähe des Flughafens. Das großzügig gestaltete Informationszentrum ist ein Erlebnispark für Groß und Klein, das anschaulich Wissenswertes über die eisige Landschaft vermittelt, die nur ca. 1900 km von hier entfernt liegt. Christchurch gilt als die Versorgungsstelle für die Expeditionen in der Antarctic.

Christchurch - Auckland
15. April 2004

6.00 Uhr Aufstehen und zum Flughafen. 11.30 Uhr Ankunft in Auckland. Es regnet.

Schnell zu Avis. Sie hatten uns um Mitternacht erwartet, da ich 12 pm angegeben hatte. Da wir uns an den Honda CR-V so gewöhnt hatten, machen wir ein Upgrade vom Opel Vectra zum gleichen Honda.

Wir fahren Richtung Süden nach Hamilton. Die Strecke ist langweilig, "viel" Verkehr. In Hamilton, am Waikato River gelegen, wird es gepflegter. Wir besuchen Hamilton Gardens. Die Gärten gliedern sich schön anzusehen, manchmal kitschig, aber gepflegt in ägyptische, griechischem römische, amerikanische usw. Teilgärten. Wir "lustwandeln" durch diese Gärten und filmen. Ein nettes Cafe ist angegliedert und wir genießen einen herrlichen Cappuccino. Von hier aus fahren wir an den Waikato River und spazieren zu einem herrlichen Wasserfall. Früher war dieser Fluss schiffbar, doch heute wird er für zahlreiche Wasserkraftwerke benutzt.
 

Walter Jansen
Walter Jansen

Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.

Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.

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Wir erreichen Tirau und buchen im "The OK Tirau Motor Inn" für 85 ND. Prospekt: We are located across the road from big dog & sheep" Der Raum erinnert auch an die Gründerzeit des wilden Westens. Eine mit Autokennzeichen der USA bedruckte, vergilbte Tapete schmückt den karg ausgestatteten Raum. Originalton: Superior Western Style Accommodation "Hier tröstet uns der Spruch." Wir wollen die Hütte ja nicht kaufen"!

Der Inhaber des Hauses überhäuft uns mit Reisevorschlägen, die alle nicht auf unserer Route liegen. Sie betreffen Coromandel. Bei unserem nächsten Neuseelandbesuch wollen wir hierhin. Er redet uns in den Boden, andere Kunden warten auf ihre Kaffeemilch. Aber er will uns überreden, bis dass es wohl auch seiner Frau zuviel wird. Wir atmen auf. Beim Hinausgehen sagt er noch, dass hier im Motel die Makeupgirls übernachten hätten, als hier in der Nähe der Film "Herr der Ringe" gedreht wurde.

Abends im TV: Coronation Street, Lindenstrasse auf neuseeländisch.

Nächste Etappe: Von Tirau nach Wellington
 

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